Spielräume

Musikalische Lockdown-Ernte

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Soloalben von Harry Connick Jr., Chris Potter, Bertl Mütter und Jul Dillier

2020 und wohl auch 2021 werden als Jahre der Soloalben - nicht nur - in die Jazzgeschichte eingehen: Während der Ausgangsbeschränkungen hatten und haben die Musiker/innen viel Zeit, allein an ihren Kompositionen zu arbeiten - mitunter in Besetzungen, an die sonst nie zu denken gewesen wäre. Und in denen sie oft auf sich selbst und existenzielle Fragen zurück geworfen werden.

US-Saxofonist Chris Potter hat so im Alleingang eine Bigband-CD namens "There is a Tide" aufgenommen. Der aus New Orleans stammende Sänger-Pianist Harry Connick Jr. singt und spielt im Rahmen von "Alone With My Faith" ebenfalls alle Stimmen bzw. Instrumente selbst und verleiht dabei als virtueller Gospelchor sicherheitshalber auch gleich seinem christlichen Glauben Ausdruck.

In Wien hat Bertl Mütter im Stephansdom Zuflucht gesucht und ist dort mit seiner Posaune "durch Zeiten und Räume" gereist, wie er zu seiner CD "aus|cul|ta|tio|nes" schreibt. Und der ebenfalls in Wien lebende Pianist Jul Dillier reflektiert im Zuge seines im Lockdown entstandenen Albums "Solétudes" Erinnerungen an die Landschaft des Zentralschweizer Kantons Obwalden, in dem er aufgewachsen ist, und entwirft so "eine Art Heimatmusik, welche nicht versucht, Grenzen zu ziehen."

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