Anna Netrebko

WIENER STAATSOPER/MICHAEL PÖHN

Opernabend

Aus der Wiener Staatsoper - Giuseppe Verdi: "Macbeth"

Mit Luca Salsi (Macbeth), Anna Netrebko (Lady Macbeth), Roberto Tagliavini (Banquo), Freddi De Tommaso (Macduff) u.a.
Chor und Orchester der Wiener Staatsoper; Dirigent: Philippe Jordan
(aufgenommen am 10. Juni 2021 in der Wiener Staatsoper in 5.1 Surround Sound). Präsentation: Michael Blees

"Ich glaube, dass diese Oper, unserer Musik eine ganz neue Richtung geben und den Komponisten von heute und in der Zukunft neue Wege eröffnen wird", so Giuseppe Verdi in einem Brief während der Entstehung seiner Oper "Macbeth". In der Tat war dem Komponisten, der sich damals mitten in seinen "Galeerenjahren" befand, in denen er jährlich eine neue Opern schuf, etwas ganz neues gelungen: nie zuvor hatte er die Konventionen der italienischen Oper so sehr hinter sich gelassen wie in diesem Werk - ein durch und durch düsteres Drama hatte er geschaffen, ein Werk, dessen Kardinalthema "Mord" von kaum einer Kontrastfarbe, von keiner Liebeshandlung aufgelockert wird. Und dazu hatte er mit "Macbeth" - insbesondere in der Überarbeitung für Paris 1865 - eine für ihn gültige Form der musikdramatischen Gestaltungsweise gefunden: rezitativische und ariose Teile wurden zu großen musikalischen Komplexen zusammengeschlossen.

Erstmals hatte Verdi für dieses Werk auf eine Vorlage von William Shakespeare zurückgegriffen; das Szenarium nach dessen Drama hatte er selbst entworfen, die Ausarbeitung aber seinem Librettisten Francesco Maria Piave übertragen. Er war ein Mitarbeiter, der sich unterordnete und Verdis ständigen Änderungswünschen nachzukommen versuchte: "Wenige Worte, wenige, aber bezeichnende Worte!" forderte der Komponist immer wieder ein. Auch während der Einstudierung der Uraufführung 1847 in Florenz überließ Verdi nichts dem Zufall: Einzelheiten der Ausstattung waren ihm ebenso wichtig wie die intensive Probenarbeit mit den Sängern, von denen er starken Ausdruck und die Vermittlung dramatischer Ideen verlangte. Eine raue und teuflische Stimme soll Verdi von der Sängerin der Lady Macbeth gefordert haben, was nachfolgend immer wieder verallgemeinernd kurz gefasst wurde, er habe sich eine hässliche Stimme gewünscht. Dem Komponisten ist es aber viel mehr um die Ausdrucksmöglichkeiten der Sängerin gegangen, in einer Zeit, als der reine Belcanto-Gesang à la Bellini und Donizetti noch immer die Bühnen beherrschte.

Service

Diese Sendung wird in Dolby Digital 5.1 Surround Sound übertragen. Die volle Surround-Qualität erleben Sie, via Internet-Streaming auf Ihem HbbTV-Gerät oder durch Direktaufruf der Streaming-URLs.

Mehr dazu in oe1.ORF.at - 5.1

Sendereihe

Gestaltung

Playlist

Komponist/Komponistin: Giuseppe Verdi/1813 - 1901
Textdichter/Textdichterin, Textquelle: Francesco Maria Piave/1810 - 1876
Textdichter/Textdichterin, Textquelle: Andrea Maffei/1798 - 1885
Vorlage: William Shakespeare/1564 - 1616
Titel: "Macbeth" Oper in vier Akten (aufgenommen am 10. Juni 2021 in der Wiener Staatsoper)
Solist/Solistin: Luca Salsi /Macbeth
Solist/Solistin: Roberto Tagliavini /Banquo
Solist/Solistin: Anna Netrebko /Lady Macbeth
Solist/Solistin: Freddie De Tommaso /Macduff
Solist/Solistin: Carlos Osuna /Malcolm
Solist/Solistin: Ilja Kazakov /Ein Arzt
Solist/Solistin: Aurora Marthens /Kammerfrau
Solist/Solistin: Alejandro Pizarro-Enriquez /Diener Macbeths
Solist/Solistin: Slaven Abazovic /Ein Mörder
Solist/Solistin: Johannes Gisser /Erscheinung
Solist/Solistin: Nicolas Rudner /Erscheinung
Solist/Solistin: Maryam Tahon /Erscheinung
Chor: Chor der Wiener Staatsoper
Choreinstudierung: Thomas Lang
Chor: Kinder Opernschule der Wiener Staatsoper
Orchester: Orchester der Wiener Staatsoper
Orchester: Bühnenorchester der Wiener Staatsoper
Leitung: Philippe Jordan
Länge: 135:50 min
Label: LM Universal Edition für Casa Ricordi

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