Frau hält Buch in Händen

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

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Radiokolleg - Lust auf Literatur

Die Bücherbox zum Thema "Science Fiction" (1). Gestaltung: Julia Reuter, Hanna Ronzheimer, Antonia Löffler

Philip K. Dick: "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?"
Im Rahmen eines Ö1 Schwerpunkts ist die Bücherbox diesmal ganz dem Thema "Science Fiction" gewidmet, einem Genre mit vielen Spielarten: Manchmal steht die Wissenschaft im Vordergrund - und damit auch die Fragen, welchen Einfluss diese auf die Entwicklung der (menschlichen) Zivilisation hat -, es kann sich um Zukunftsromane handeln, die uns dystopische (in seltenen Fällen auch utopische) Szenarien mit phantastischen Elementen veranschaulichen, es können aber auch Geschichten über Abenteuer in fremden Galaxien sein.

Eine dystopische Zukunft auf einer von einem Atomkrieg verwüsteten Welt präsentiert Philip K. Dick in seinem 1968 veröffentlichten Roman "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?". Er erzählt die Geschichte des Kopfgeldjägers Rick Deckard, der Jagd auf künstliche Menschen (Androiden) macht, die verbotenerweise ihre Kolonie auf dem Mars verlassen und auf die Erde geflohen sind. "Ein humanoider Roboter ist wie jede andere Maschine, er kann in einem Augenblick ein Segen und im nächsten eine Gefahr sein. Solange er ein Segen ist, geht er uns nichts an."

Philip K. Dicks Science-Fiction-Klassiker war die Vorlage für den Film "Blade Runner", er unterscheidet sich allerdings stark von Ridley Scotts Leinwandadaption, was zum Beispiel durch den Romantitel veranschaulicht wird: Rick Deckard lebt in einer Gesellschaft, in der "echte" Tiere zu Statussymbolen geworden sind, er selbst besitzt lediglich ein elektrisches Schaf. Einer von etlichen Aspekten, die im Film nicht aufgegriffen wurden. Ein Kernthema von "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" ist die Frage, was Leben eigentlich bedeutet, was es heißt, Mensch zu sein.
Gestaltung: Julia Reuter

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