Lichtstreifen in der Nacht.

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Zeit-Ton

ICAS Radio. Diversität in der elektronischen Club Kultur

Die Einlösung einer soziomusikalischen Utopie?

Seit einiger Zeit beschäftigen sich immer mehr namhafte Institutionen der zeitgenössischen Klassik mit dem Thema des Westzentrismus und der Dekolonisation, so etwa auch heuer die Donaueschinger Musiktage, in deren Programm zum 100. Geburtstag sich ein Schwerpunkt mit dem Titel "Donaueschingen Global" findet.

Die elektronische Club Kultur mit ihren afrofuturistischen Wurzeln, die in den 1990er Jahren gerne als Soundtrack einer sich damals immer deutlicher manifestierenden Globalisierung bezeichnet wurde, ist demgegenüber das Gebot der Diversität seit jeher eingeschrieben. Der Club als ein Ort, an dem alle gleichberechtigt sind - auf dieser soziomusikalischen Utopie bauen auch viele jener Festivals auf, die sich in den späten 2000er-Jahren zum Festival-Netzwerk ICAS der International Cities of Advanced Sound zusammengeschlossen haben. "Networking tomorrow's art for an unknown future" hieß folgerichtig das erste große Gemeinschaftsprojekt, an dem auch die Gründungsmitglieder ORF musikprotokoll im steirischen herbst und CTM Festival mitgebaut haben.

In dieser Ausgabe von ICAS Radio gehen Susanna Niedermayr und Oliver Baurhenn gemeinsam mit ihren Gästen Electric Indigo (Female Pressure), Cedrik Fermont (Syrphe), Martin Craciun (SOCO Festival) und den beiden Musiker/innen Jessica Ekomane und Rully Shabara der Frage nach, inwieweit sich besagte soziomusikalische Utopie mittlerweile eingelöst hat.

Gestaltung: Susanna Niedermayr und Oliver Baurhenn

Service

Female Pressure
Syrphe
Apotome
Jessica Ekomane
Rully Shabara
SOCO Festival
Shape
ORF musikprotokoll im steirischen herbst
CTM Festival

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