Das Buchcover.

KLETT-COTTA-VERLAG

Radiogeschichten

Der Ö1 Essay von Svenja Flaßpöhler

"Sensibel. Über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren" von Svenja Flaßpöhler
Es liest Barbara Gassner

"Sensibilität ist eine zivilisatorische Errungenschaft", sagt die deutsche Philosophin Svenja Flaßpöhler. Und weiter: "Im Kampf um Anerkennung unterdrückter Gruppen spielt sie eine wichtige Rolle. Aber sie kann auch vom Progressiven ins Regressive kippen. Über diese Dialektik müssen wir nachdenken, um die gesellschaftliche Polarisierung zu überwinden."

Darum geht es in ihrem Buch "Sensibel. Über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren".
Menschheitsgeschichtlich steht die Sensibilisierung für Fortschritt: Menschen schützen sich wechselseitig in ihrer Verletzlichkeit, werden empfänglicher für eigene und fremde Gefühle, lernen, sich in fremde Schicksale hineinzuversetzen und mit anderen zu solidarisieren. Doch diese Entwicklung hat eine Kehrseite: Anstatt uns zu verbinden, zersplittert die Sensibilität die Gesellschaft.

Svenja Flaßpöhler erzählt die Geschichte des sensiblen Selbst aus philosophischer Perspektive, beleuchtet die zentralen Streitfragen der Zeit und arbeitet den Grund für die prekäre Schieflage heraus: Weil die Widerstandskraft bis heute mit kalter Verpanzerung assoziiert wird, gilt sie als Feindin der Sensibilität. Aber stimmt das? Flaßpöhler plädiert dafür, Sensibilität im Verbund mit Resilienz - also Anpassungsfähigkeit zu begreifen.
Gestaltung: Peter Zimmermann

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  • Peter Zimmermann

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