Illustration eines Kraftwerkes in bunten Farben.

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Radiogeschichten

Im Reich der kleinsten Teilchen

"Schöne Ungeheuer". Von Wilfried Steiner. Es liest Markus Hamele.

Eine tragende Rolle bekommt das renommierte CERN nahe Genf im neuen Roman "Schöne Ungeheuer" von Wilfried Steiner zugedacht - und der Autor hat die wichtige Kernforschungseinrichtung CERN zu Recherchezwecken auch gleich selbst besucht. Entsprechend realitätsnah sind seine Schilderungen rund um die Institution.

Im Buch ruft die Ergründung der Geheimnisse der Welt und des Universums mehrere Wissenschafter auf den Plan, die sich auch gegenseitig konkurrieren. Zudem nahm in der Region Genf vor 200 Jahren der Roman "Frankenstein" von Mary Shelley den Anfang seiner Entstehung. Wilfried Steiner verknüpft in seinem literarischen Kriminalfall das CERN mit dem Frankenstein-Thema über die Schaffung eines künstlichen Menschen. Die Geschichte beginnt mit der Ermordung des Physikers Jan Koller, der für einen bedeutenden Kongress nach Linz gereist ist. Seltsamerweise hat eine der anerkanntesten Physikerinnen des CERN ohne Umschweife ein Geständnis abgelegt. Dem Wahrheitsgehalt ihrer Täterschaftsbekundung wollen der Wissenschaftsjournalist Georg Hollaus und eine Rechtsanwältin auf den Grund gehen. Hollaus begibt sich dazu gerne auf Reisen, denn privat ist er seit langem einem unerklärlichen Himmels- und Erdereignis im sibirischen Jenisseisk auf der Spur, das sich im Juni 1908 tatsächlich zugetragen hat.

Wilfried Steiner, Jahrgang 1960, ist gebürtiger Linzer und studierte Germanistik, Anglistik und Amerikanistik in Salzburg. Nach Lehraufträgen an der Universität Salzburg und der zehnjährigen Leitung der ARGE Kulturgelände Nonntal ist Wilfried Steiner seit 1999 als künstlerischer Leiter des Posthof Linz tätig.

Seit 1977 publiziert der Autor, der 2016 mit dem Floriana Literaturpreis ausgezeichnet wurde, eigene Werke. Zu seinen Romanveröffentlichungen zählen "Der Weg nach Xanadu" (Insel Verlag, 2003), "Bacons Finsternis" (Deuticke Verlag, 2010) und "Die Anatomie der Träume" (Metroverlag, 2015) oder "Der Trost der Rache" (Haymon Verlag, 2017). Im Vorjahr ist der Essayband "Gustav Landauer oder Die gestohlene Zeit" im Limbus Verlag erschienen.

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Wilfried Steiner: Schöne Ungeheuer (Roman, 2022, Otto Müller Verlag)

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