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Killt die KI-Übersicht den Hyperlink?

Das Internet ist nicht mehr das, was es einmal war

Die Google-Suche hat sich stark verändert: Suchmaschinenoptimierte Werbeseiten vermüllen mittlerweile die Top-Suchergebnisse und verärgern Nutzerinnen und Nutzer. Dank KI gibt es aber seit ein paar Monaten eine noch größere Veränderung: Bei einer Suchanfrage erhält man jetzt immer öfter eine "Übersicht mit KI", statt einer Liste von Links zu Webseiten. Eine Künstliche Intelligenz fasst in einem kurzen Text die Suchergebnisse zusammen und verweist nur am Rande auf Links. Eine Studie aus den USA, wo die KI-Übersicht schon länger eingeführt ist, zeigt: Nutzer, die eine KI-Zusammenfassung als Suchergebnis angezeigt bekommen, klicken viel weniger auf mitgelieferte Links, als jene, die keine KI-Zusammenfassung sehen. Vor allem Betreiber von Webseiten und Medienunternehmen beklagen in den USA, dass weniger Menschen über Google auf ihre Webseiten kommen. Diese Entwicklung wird auch "Google Zero" genannt und bezeichnet die Angst, dass irgendwann Google gar keine Nutzer mehr auf Websites oder Blogs weiterleitet. Irmi Wutscher über die neuen Entwicklungen in der Google Suche und wie sich das Internet dadurch verändern wird.

Von Dr. Google zu Dr. ChatGPT

Ein zentraler Bestandteil unseres Netzes war bis dato auch Dr. Google. Nicht nur während der winterlichen Virenzeit googeln viele Menschen ihre Symptome. Aus Dr. Google wurde mittlerweile allerdings Dr. KI - denn bei der Suche nach Gesundheitsfragen setzt Google immer mehr auf die neue KI-Übersicht, die Antworten zusammenfasst und auch ChatGPT ist bei medizinischem Rat sehr beliebt. Jeder dritte Österreicher gibt an, schon einmal mit dem KI-Chatbot ChatGPT über die eigene Gesundheit gesprochen zu haben. Julia Gindl hat bei Jana Meixner von der Donau Uni Krems nachgefragt, wie vertrauenswürdig Dr. KI bei Gesundheitsfragen eigentlich ist.

Wird das Netz bald nur noch von Bots besucht?

KI-Chatbots führen dazu, dass Menschen immer weniger auf Websites klicken. Eine Datenauswertung des Paywall-Dienstleisters TollBit zeigt: Im zweiten Quartal des Jahres 2025 ist die Zahl der echten Besucher und Besucherinnen auf Websites tatsächlich um rund zehn Prozent zurückgegangen. Dafür tummeln sich im Netz aber immer mehr "unechte" Besucher, sprich: Bots. Das sind digitale Roboter, die selbstständig durchs Internet wandern und dort Aufgaben ausführen, für die sie programmiert wurden. Ist das Internet vielleicht bald tot? Ein Ort für Bots statt für Menschen? Genau das besagt die sogenannte "Dead Internet Theory". Was es damit auf sich hat, berichtet Ulla Ebner.

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