Gedanken für den Tag
Kein Schwamm drüber
Stefania Pitscheider Soraperra, Direktorin des Frauenmuseum Hittisau im Bregenzerwald, über Frauen in der Versöhnungsarbeit
4. März 2026, 06:57
Damit Frieden eine Chance hat, braucht es mehr als einen Waffenstillstand. Es braucht die Auseinandersetzung mit Unrecht - und Formen von Wiedergutmachung: Vergebung, Versöhnung, Entschuldigung. Stefania Pitscheider Soraperra, Direktorin des Frauenmuseum Hittisau - des einzigen Museums in Österreich, das sich ausschließlich den Lebensrealitäten von Frauen widmet - blickt in ihren "Gedanken für den Tag" auf Frauen als Akteurinnen der Versöhnungsarbeit. Sie fragt, wie Erinnerung, Gerechtigkeit und Heilung zusammenhängen - und warum es einen geschlechtsspezifischen Blick braucht. In der Woche vor dem Internationalen Frauentag erzählt sie von den Müttern von Srebrenica, dem gewaltlosen Widerstand in Liberia, Frauen in der Ukraine oder dem Green Belt Movement in Kenia - bis hin zu sagenhaften Gestalten wie Dolasila und Luianta.
