John Keats, Gemälde von William Hilton

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John Keats Träume und Visionen

"Mutmaßliche Leben. John Keats" von Fleur Jaeggy. Aus dem Italienischen von Barbara Schaden. Es liest Michou Friesz.

John Keats, einer der wohl berühmtesten Dichter der englischen Romantik, starb am 23. Februar 1821, mit nur 25 Jahren an Tuberkulose in Rom. Zu Lebzeiten wurde er für seine Lyrik oft verspottet. Erst im viktorianischen Zeitalter sorgten seine sinnlichen, auf Schönheit und Vergänglichkeit, Kunst und Natur konzentrierten Oden und Sonette für Furore. Über dieses dünnhäutige, exzentrische "Dichtergenie" hat Fleur Jaeggi eine prägnante biografische Skizze verfasst.

Sie ist in dem Band "Mutmaßliche Leben" veröffentlicht, der neben Keats auch Thomas De Quincey und Marcel Schwob in den Fokus nimmt: drei Schriftsteller, denen die Welt viel zu winzig schien und die mit ihren Texten und ihren Spleens die Grenzen des Denkbaren sprengten.

Fleur Jaeggy, 1940 in Zürich geboren, ist eine schweizerische und italienischsprachige Autorin, Ex-Model, Intellektuelle, Mystikerin, inzwischen etwas über 80 Jahre alt, ehemals enge Vertraute Ingeborg Bachmanns, Witwe des Adelphi-Verlegers Roberto Calasso, heute lebt sie weitgehend zurückgezogen in Mailand. Ihr weltweit gefeiertes Werk umfasst Romane, Erzählungen und Novellen, darunter " Die seligen Jahre der Züchtigung".

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Fleur Jaeggy, "Mutmaßliche Leben". Aus dem Italienischen übersetzt von Barbara Schaden, Bibliothek Suhrkamp, 2026

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