Vom Leben der Natur
Die landschaftsgestaltenden Big Five
Der Wildbiologe Klaus Hackländer spricht über die Bedeutung der großen Pflanzenfresser in Europa.
13. April 2026, 08:55
Wie sieht das "Ur-Pferd" aus? Und leben noch Wisente in freier Wildbahn in Europa? Die sogenannten "Big Five der großen Pflanzenfresser" stehen im Zentrum der jüngsten Forschungen und des letzten Buches von Klaus Hackländer. Der Leiter des Instituts für Wildbiologie und Jagdwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien und Vorstand der Deutschen Wildtierstiftung hat sich mit dem Elch, dem Wisent, dem Rothirsch, dem (Ur-)Pferd sowie dem (Ur-)Rind beschäftigt.
Denn sie alle haben unseren Lebensraum vor der Kultivierung durch den Menschen maßgeblich geprägt. Vor allem durch Verbiss, den Tritt ihrer Hufe, durch ihr Suhlen und auch durch ihren Dung. Durch diese Tätigkeiten schufen und schaffen sie Lebensräume für andere Lebewesen wie Insekten, Vögel und Fledermäuse.
Doch die "Big Five der großen Pflanzenfresser" wurden in Mitteleuropa weitgehend ausgerottet. Durch gelungene Rückzüchtungen von Pferd und Rind, aber auch durch kontrollierte Auswilderung kehren sie nun wieder in kleinem Ausmaß zurück.
Klaus Hackländer berichtet von ausgewählten Naturschutzprojekten, in denen große Pflanzenfresser gezielt als Natur- und Lebensraumgestalter eingesetzt werden. Aber auch von Konflikten, die entstehen, weil diese Tiere Platz brauchen und wir Menschen diese Flächen längst für andere Zwecke nutzen.
Service
Gesprächspartner:
Prof. Dr. Dipl.-Biol. Klaus Hackländer
Leiter vom Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien
Vorstand der Deutschen Wildtierstiftung
Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft
Deutsche Wildtierstiftung
Buchtipp:
Sebastian Brackhane (Hrsg.), Klaus Hackländer (Hrsg.)
Die Rückkehr der großen Pflanzenfresser
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