Ö1 Jazztag Spezial

Miles Davis trifft John Coltrane

Die Zusammenarbeit von zwei der wichtigsten Stimmen des Modern Jazz

Die musikalische Zusammenarbeit des Trompeters Miles Davis und des Saxofonisten John Coltrane hat tiefe Spuren in der Jazzgeschichte hinterlassen. Die erste Assoziation ist natürlich das meistverkaufte Album der Jazzgeschichte: "Kind of Blue", das fast im Alleingang den modalen Jazz etabliert hat. Aber schon vorher sind die beiden Musiker auf wichtigen Tonträgern zu hören. Im ersten großen Quintett von Miles Davis zusammen mit der Rhythmusgruppe Red Garland (Klavier), Paul Chambers (Bass) und Philly Joe Jones (Schlagzeug) wurde unter anderem vor fast genau 70 Jahren eine berühmte vierteilige Alben-Serie für das Plattenlabel Prestige Records aufgenommen (Cookin', Relaxin', Workin' , Steamin'). Die beiden Musiker werden oft in ihren Improvisationsansätzen als Antipoden bezeichnet: Miles mit seinem sparsamen Spiel, wo Pausen so wichtig sind. Trane mit seinen überschäumenden "sheets of sounds".

Aber Davis wusste sehr wohl auch bei halsbrecherischen Tempi mit flüssigen Soli zu überzeugen, und Coltrane war ein Meister im gesetzten Balladenspiel. Im Mai jährt sich der Geburtstag des 1991 verstorbenen Miles Davis zum 100. Mal, im September folgt als Jubilar der 1967 verstorbene John Coltrane. Die Zusammenarbeit der beiden Jazzikonen wird in dieser Sondersendung am Ö1 Jazztag mit zwei Studiogästen erörtert.

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