APA/HANS KLAUS TECHT
Ö1 Jazznacht am Ö1 Jazztag
Jazz und Politik
Eine Spurensuche
1. Mai 2026, 03:03
03:03 bis 05:00 Uhr
Der Journalist Ekkehard Jost hat in den "Beiträgen zur Popularmusikforschung" geschrieben: "Es gab vereinzelte Manifestationen politischen Engagements im Jazz, vor allem vor dem Hintergrund der Rassismus-Problematik in den USA, jedoch als musiksoziologisch relevantes Faktum mit ästhetischen Konsequenzen konzentrierte sich dieses Phänomen eindeutig auf die 1960er Jahre und stand im Zusammenhang mit einem tiefgreifenden Bewusstseinswandel in weiten Teilen der 'Jazz Community'. Einige Stichwörter dazu seinen genannt: Infragestellen der Rolle des Entertainers, Versuche, die Produktionsmittel in die eigene Hand zu nehmen, in der Folge der schwarzen Emanzipationsbewegung Widerstand gegen Rassendiskriminierung im Studiogeschäft und anderswo."
Louis Armstrong formulierte die "klangliche Verkörperung schwarzer Erfahrung" in den USA mit: "Was wir spielen, ist unser Leben." (Zitat aus Paul Kemper: "The Sound Of Rebellion")
Die Ö1 Jazznacht bringt Beispiele des "politischen" Jazz.
