Science Arena
These trifft auf Erfahrung
Kinderwunsch: Wenn Biologie, Gesetz und Lebensrealität auseinandergehen
4. Mai 2026, 16:05
Immer mehr Frauen entscheiden sich dafür, ihr erstes Kind später im Leben zu bekommen. Das hat mit längeren Ausbildungszeiten zu tun, beruflichen Perspektiven, die erst aufgebaut werden und fehlenden Strukturen, die Familie und Beruf in der Praxis tatsächlich vereinbar machen. Zudem entspricht das traditionelle Partnerschafts- und Familienbild nicht mehr der Realität vieler Menschen. Während sich Lebensentwürfe von Frauen verändert haben, bleibt die Zeit der biologischen Fruchtbarkeit begrenzt. Gleichzeitig haben sich die medizinischen Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt.
In Österreich ist der Zugang zu assistierter Reproduktion jedoch weiterhin an bestimmte rechtliche Voraussetzungen gebunden: Alleinstehende Frauen dürfen keine Samenspende in Anspruch nehmen. In Deutschland hingegen ist dies bereits möglich.
Die Sendung "These trifft auf Erfahrung" bringt wissenschaftliche Perspektiven und persönliche Lebensrealitäten zusammen: Was sagt die aktuelle Forschung über Kinderlosigkeit, Fruchtbarkeit und reproduktive Medizin? Und welche Folgen hat es für Frauen, wenn gesetzliche Regelungen nicht mit gesellschaftlichen Veränderungen Schritt halten?
Zu Gast sind eine Expertin aus der Reproduktionsforschung sowie eine Vertreterin einer Initiative von Frauen, die sich dafür einsetzen, dass auch alleinstehende Frauen in Österreich Zugang zu künstlicher Befruchtung erhalten. Gemeinsam diskutieren wir, wie sich Kinderwunsch, Medizin und Familienmodelle verändern und welche gesellschaftspolitischen Fragen daraus entstehen.
Gestaltung: Elisabeth Scharang
