Gedanken
Peter Filzmaier, Politologe und Fußball-Aficionado
"Der Fußball stellt mich vor Widersprüche". Anlässlich der Fußball-WM spricht der Politikwissenschafter und Freund des runden Leders Peter Filzmaier über König Fußball.
7. Juni 2026, 09:05
Peter Filzmaier ist einer der bekanntesten politischen Erklärer Österreichs, lehrt als Professor für Politikwissenschaften an den Universitäten Krems und Graz und leitet das Institut für Strategieanalysen in Wien. Der 58-jährige Sportfan und Fußball-Aficionado, verfasste seine Doktorarbeit zu den politischen Aspekten der Olympischen Spiele, "Ich wollte als kleiner Bub nie Grisu, der kleine Drache, werden. Statt Feuerwehrmann war mein Traumberuf Sportreporter. Oder wenigstens hauptberuflicher Sportfan", schreibt er auf seinem Sportblogg atemlos.at.
Für Peter Filzmaier ist die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den drei Gastgeberländern Kanada, Mexiko und USA das größte emotionale Gemeinschaftserlebnis der Gegenwart - und zugleich ein Anlass, über Regeln, Macht und Inszenierung zu reden. Er interessiert sich dafür, warum Menschen Teams treu bleiben, wie "Wir-Gefühl" entsteht und warum sportliche Niederlagen sich manchmal wie gesellschaftliche Kränkungen anfühlen. Und er schaut darauf, wie die WM als Bühne genutzt wird: politisch, wirtschaftlich, medial. Was wird erzählt? Wer bestimmt die Bilder? Welche Konflikte werden sichtbar - und welche überblendet?
Sendereihe
Gestaltung
- Gerhard Hafner
