Tagada

APA/ROLAND SCHLAGER

Moment

Fahrgeschäft mit Fangemeinde: das Tagada

Mechanismen eines Kult-Karussells

Bis zu 16 Umdrehungen pro Minute, fünf Minuten lang. Ob im burgenländischen Gols, im Zillertal oder in Villach: An Sommerabenden treffen sich Teenager beim Tagada, um von der Fliehkraft in die Bänke am Rand des Ringelspiels gedrückt zu werden. Die "Profis" stehen während der Fahrt auf; manche springen, drehen sich, tanzen. Für den eigenen, analogen Spaß, das Gefühl der Schwerelosigkeit, aber auch für das Publikum, also für jene, die sich nicht trauen und von außerhalb der Zentrifuge die seltsam geneigten Silhouetten auf der rotierenden Scheibe beobachten. Österreich sei ein "Tagada-Land", sagen SchaustellerInnen. Dieses Fahrgeschäft wurde in den 1970er-Jahren populär und mindestens zehn Exemplare touren heute immer noch mit den Kirtagen durch die Bundesländer. Eines ist außerdem im Wiener Prater angesiedelt. Was hat es mit diesem Karussell auf sich? Weshalb zieht es speziell junge Menschen über Generationen hinweg zum Tagada?
Gestaltung: Céline Béal

Service

Österreichische Tagada-Fanseite

TAGADA, Florian Rainer, FOTOHOF>EDITION (2025)

Sendereihe

Gestaltung

  • Céline Béal