Stadtrandsiedlung in Österreich

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Das Ortsbild (3)

Warum Raumplanung zur Chefsache werden muss

In Österreich gibt es keine bundesweite Liste mit Orten, die unter Ensembleschutz stehen. Dennoch gibt es zahlreiche Orte und Stadtkerne, die aufgrund ihres geschlossenen historischen Erscheinungsbildes unter besonderem Schutz stehen, dazu zählen unter anderem: Hallstadt, Krems, Steyr, Gmunden, Freistadt, Friesach, Rust, Feldkirch, Dürnstein, Weitra oder Rattenberg. Doch in vielen Gemeinden gibt es ein Gefälle zwischen den geschützten historischen Zentren und dem Umland, denn weite Teile Österreichs sind stark zersiedelt. Die Gründe liegen einerseits im alten Erbrecht. Durch die Realteilung wurden die Parzellen immer kleiner, bis eine landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr möglich war. Ein aktuellerer Grund ist die Raum- und Bebauungsplanung, die hierzulande in den Kompetenzbereich der Bürgermeister fällt. Vor allem in kleinen Gemeinden führt das zu Interessenskonflikten. Im Zweifel - Politiker wollen wieder gewählt werden - wird Grünland in Bauland umgewidmet. Die infrastrukturelle Aufschließung der Grundstücke kostet aber viel Steuergeld, das in Zeiten knapper Budgets eigentlich nicht mehr vorhanden ist. Deutlich kostengünstiger wäre eine Nachverdichtung von Orten. Wie eine weitere Zersiedelung durch Verwaltungsreformen gestoppt werden könnte, zeigen Beispiele aus dem Ausland.

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  • Andreas Wolf