Radiogeschichten
Zwischen Obsession und Wahrheit
"Ein Mord, den jeder begeht" von Heimito von Doderer.
24. September 2026, 11:05
Sieben Jahre nach dem ungeklärten Mord an Louison Veik heiratet Conrad Castiletz deren Schwester. Als er das Porträt der Toten sieht, fühlt er sich auf unerklärliche Weise zu ihr hingezogen und beginnt, den längst zu den Akten gelegten Fall neu aufzurollen. Getrieben von einer wachsenden Besessenheit setzt er Ehe, Beruf und seine gesamte Existenz aufs Spiel. Seine Suche nach der Wahrheit führt ihn schließlich zu einer erschütternden Entdeckung.
Heimito von Doderer (1896-1966) zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Nach Kriegsdienst, russischer Gefangenschaft und einem Studium in Wien veröffentlichte er zahlreiche Romane, darunter "Die Strudlhofstiege", "Die Dämonen" und "Die Wasserfälle von Slunj". Mit seinem vielschichtigen Erzählstil und seiner psychologischen Präzision prägte er die deutschsprachige Nachkriegsliteratur nachhaltig und wurde unter anderem mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet.
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Heimito von Doderer: "Ein Mord, den jeder begeht", dtv
