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Im Fokus - Religion und Ethik
Von guten Mächten und göttlicher Rache
Aktuell im Fokus: Islam auf der politischen Agenda +++ Thema im Fokus: Von guten Mächten und göttlicher Rache - Religion und Mental Health +++ Serie: Heilige "Schlupflöcher" und göttliche "Grauzonen" +++ Moderation: Johannes Kaup
7. Oktober 2026, 16:05
Aktuell im Fokus: Islam auf der politischen Agenda
Claudia Bauer (ÖVP), Bundesministerin für Europa, Integration und Familie, die auch für Kultusfragen zuständig ist, hat in den vergangenen Wochen eine verschärfte Debatte über den Islam angestoßen und das Verhältnis zur Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und zu vielen Musliminnen und Muslimen im Land zumindest strapaziert. Seit Anfang September ist das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren wirksam, am Wochenende hat Claudia Bauer bestätigt, dass eine 24 Punkte umfassende Punktation zum Verbot des politischen Islams fertig sei. Auf ihren Vorstoß, den Religionsunterricht stärker kontrollieren zu wollen, haben auch andere Kirchen und Religionsgemeinschaften mit Ablehnung reagiert. Beeindruckt sie die Kritik oder bestärkt Kritik sie?
Susanne Krischke hat mit Claudia Bauer gesprochen.
Thema im Fokus: Von guten Mächten und göttlicher Rache - Religion und Mental Health
Seelisch-geistige Gesundheit ist ein Thema, das zunehmend gesellschaftliche Beachtung findet. Unter anderem deshalb, weil immer öfter psychische Krankheiten bzw. Persönlichkeitsstörungen diagnostiziert werden. Als Gründe dafür nennen Fachleute die Nachwirkungen der Covid-Pandemie und der damit verbundenen beängstigenden Ausnahmesituation. Aber auch wirtschaftliche Sorgen und Angst vor Krieg und Gewalt werden hier angeführt. Und last but not least haben auch soziale Medien ihre negativen Auswirkungen.
Studien zeigen immer wieder, dass religiös verwurzelte Menschen einen Vorteil haben, wenn es um seelisch-geistige Gesundheit / Mental Health geht. Zum Beispiel, weil sie regelmäßige Auszeiten vom Alltag nehmen, in Form von Meditation bzw. Gebet. Oder weil sie in einer Gruppe Gleichgesinnter verwurzelt sind und dort in Krisenzeiten auch Halt finden. Es gibt aber auch Formen von Spiritualität, die der Psyche schaden: etwa Gottesbilder, die Angst machen, oder ein hoher Druck, einer religiös definierten Idealnorm zu entsprechen. Wer nicht in diese Norm passt, erlebt sich dann als "falsch" und kann daraus einen hohen Leidensdruck entwickeln. Was hat es mit dem Konzept "Mental Health" auf sich, wie kann Religion förderlich wirken und wo wirkt sie schädlich. Fragen wie diesen ist Brigitte Krautgartner mit Fachleuten aus Theologie und Psychologie nachgegangen.
Serie: Heilige "Schlupflöcher" und göttliche "Grauzonen"
Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird, besagt ein Sprichwort. Gemeint ist: Was zunächst streng formuliert ist, fällt im Alltag oft milder aus. Das gilt auch für manche religiösen Regeln. Die Oktober-Rubrik erkundet den Spielraum zwischen strenger Vorschrift und gelebter Realität: Kann man eine Regel biegen, ohne sie ganz zu brechen?
Den Anfang macht das Essen: Viele Religionen haben Speisevorschriften, die entscheiden, was auf den Tisch kommt und was nicht. Wie heiß am Ende tatsächlich gegessen wird, verrät der erste Teil der Serie von Katharina Fenkart.
Service
Melanie Wolfers
pro mente wien: Miteinander für psychische Gesundheit
Dr. Helga Kohler-Spiegel
