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Im Fokus - Religion und Ethik
Die entscheidende Frage: Assistierter Suizid
Aktuell im Fokus: Christliche Opposition vor den US-Midterms +++ Das neue "Stanford" Experiment - Verhaltensstudie oder Show? +++ Thema im Fokus: Die entscheidende Frage - Assistierter Suizid +++ Moderation: Judith Fürst
28. Oktober 2026, 16:05
Aktuell im Fokus: Christliche Opposition vor den US-Midterms
Am 3. November werden in den USA das Repräsentantenhaus und ein Teil des Senats neu gewählt. Aus europäischer Perspektive könnte der Eindruck entstehen, dass sich die vorwiegend nicht innerhalb des Mainstream-Protestantismus organisierten, zunehmend radikalen Nationalisten keiner christlichen Opposition gegenübersehen. Falsch, meint Hille Haker. Sie sei vielleicht weniger laut, aber sehr aktiv in zahlreichen lokalen Vereinigungen tätig. Hille Haker ist Professorin für theologische Ethik an der Loyola University Chicago, der größten Jesuitenhochschule der USA. Martin Gross hat die Kennerin der christlichen Landschaft der Vereinigten Staaten und deren Verflechtungen mit der Politik getroffen.
Das neue "Stanford" Experiment - Verhaltensstudie oder Show?
Mit "The New Stanford Prison Experiment" greift der Streaming-Anbieter Netflix ein Experiment auf, das schon 1971 mehr als umstritten war. Damals sollte im Rahmen einer sozialpsychologischen Studie das Verhalten von Menschen in einer simulierten Gefängnissituation getestet werden. Die neue sechsteilige Reality-Serie, die vor einer Woche online gegangen ist, arbeitet nun mit einer diverseren Gruppe, psychologischer Betreuung und Ausstiegsmöglichkeiten. Gedreht wurde allerdings in einem echten Gefängnis. Internationale Kritiken sehen darin deshalb weniger ein wissenschaftliches Projekt als schlicht und einfach Reality-TV. Vincent Leyerer hat recherchiert, wie die Serie mit dem historischen Vorbild umgeht.
Über medienethische Fragen, die sich aus dem "New Stanford Experiment" des Streaming-Dienstes Netflix ergeben, sowie darüber, wie wissenschaftlich redlich solch ein Experiment im Reality-Format überhaupt sein kann, spricht Judith Fürst mit der katholischen Theologin und Medienethikerin Claudia Paganini von der Universität Innsbruck.
Thema im Fokus: Die entscheidende Frage
Assistierter Suizid - Soll ich einem Todkranken beim Sterben helfen?
Seit Inkrafttreten des Sterbeverfügungsgesetzes im Jänner 2022 besteht in Österreich die Möglichkeit, assistierten Suizid legal in Anspruch zu nehmen. Wer assistierten Suizid unter welchen Voraussetzungen in Anspruch nehmen darf, ist dabei streng geregelt, genauso wie die Vorgaben, wie über assistierten Suizid informiert und berichtet werden darf. Das Urteil des österreichischen Presserats von Anfang Juli 2026 zur Berichterstattung über den assistierten Suizid des Publizisten und Autors Niki Glattauer unterstreicht einmal mehr die Brisanz der Debatte.
Die "Im Fokus"-Reihe "Die entscheidende Frage" greift ethisch und gesellschaftlich brennende Fragen auf und spricht in jeder Folge mit zwei Gästen über ihre persönlichen Entscheidungen, die sie für sich bereits getroffen haben. Diese Woche über die Frage: Soll ich einem todkranken Menschen beim Sterben helfen? Gisela Suppan hat ihren Onkel beim assistierten Suizid unterstützt, Lelli Altenburg ist mit Herz und aus Überzeugung in der Palliativbegleitung tätig. Bei Moderator Konstantin Obermayr diskutieren sie Pro und Contra dieser entscheidenden Frage. - Gestaltung: Lena Göbl, Irene Klissenbauer, Konstantin Obermayr, Amelie Sztatecsny
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