Rap The Moon!

Im Juli jährt sich die erste Mondlandung zum 50. Mal. Für die Ö1 Schwerpunktwoche "Auf zum Mond!" suchten wir Ihre gereimten, gerappten oder geslamten Kurztexte zum Thema "Mond". Aus allen redaktionell freigegebenen Einreichungen gingen in der Publikumswahl die fünf erstgereihten als geladene Gäste für einen Auftritt im Rahmen der Ö1 Vollmondnacht hervor:

Peter Panierer – Mann im Mond
Fräulein Hahnkamper – Europamond
Musger/Ruland/Velikovsky – Wir Waren Oben
Zacharias - Mondeskind
Marian Fetka – Ich bin halt

Das Publikum der Ö1 Vollmondnacht kürte Jakub Velikovský, Jura Musger und Johannes Ruland mit ihrem Beitrag "Wir waren oben" zu den Siegern von Rap The Moon!

Die Plätze 6-10 belegten die Einreichungen von
DP Wien 3 P – Anthrokosmia
Raphael Nicholas – Moonlight
Eeva Aichner – Mein Mond
Billi Herzog – Mondmärchen
Emil Kaschka – Der Mond im Mann

Wir danken allen für Ihre Einreichungen und die Teilnahme am Voting.

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Luna aka Der Mann im Mond

Cimon Finix - 31.05.2019 | 22:07

In Dunkelheit aufwachen die Augen aufmachen realisieren du kannst weder ein noch ausatmen In Vakuum verpackt, Erahnst du am Horizont Diesen Stillen Koloss Er Nähert sich doch Steinern, einsam, wandernd grauer Gigant in der Krustenstein Landschaft Dumpfer Staub funkelt auf glasgleich gezirkeltem Asteroidenschultergürtel Und In Spröden ausgetrockneten Mundwinkeln formt sich gelb glitzerndes Grinsen zu Mondsicheln Äscherner Himmelskörper fremd Verfinstertes Gestirn fernab von allem was du kennst Mensch, im Beisein deines schwerelosen Schweigens Zeichnet seine Zunge die Gezeiten 4,5 Milliarden Jahre formten dieses Antlitz Diese Kratervisage Luna Schwingt seine Beckenstrukturen Terrae, Maria Mensuren In luftleerem Raum Er exhaliert Pyroxferroit Während er Meteoriten In die Lungenflügel zieht Und sein Sternenstaubschnauzbart Verkündet fernen Galaxien lautstark was ich mich nie getraut hab Ein Mensch wie du gehört belohnt Baby Mit einem Mal is alles anders Ich schiess dich auf den Mond Baby Für das was du mir angetan hast Weisst du wer da thront Baby Es ist der Mann im Mond Baby der Dramaturg dieser meiner Sternensaga

Anthrokosmia

DP Wien 3 P - 31.05.2019 | 21:43

Die Welt liegt uns zu Füßen deshalb tretma sie kaputt, und was überbleibt sin Wüsten voller Tetrapacks und Schutt, wir sind Täter auf der Flucht, machen Meter in der Luft, schweben betend auf Raketen richtung Jenseits in die Gruft, unsre Zukunft? Wie verpufft. Jeder Zuruf - nix genutzt --- jetzt stehen wir ganz verdutz am Mond und fressen Schmutz. Denn wir sehn nur Stein und Staub, predigen nur Schall und Rauch und Kassandra lächelt sich ganz heimlich leise in die Faust. In diesem Weltenlauf bleibt die Menschheit nur ein Wimpernschlag, am Friedhof aller Spezies bezieht sie bald ein Kindergrab. Am Mond da sind die Winter karg, schlimmer als in Dänemark, der Menschheit bleibt der Glaube an die Himmelsfahrt. Wies auch kommens mag, die Welt ist uns erhaben, sie spendet uns so manchen Sonnentag und bunte Farben. Zeit ist ihr fremd weil, das Firmament stets, im Kreise rennt und - Ewigkeit kennt . Wenn wieder einer "Fake-News" schreit dann zeig ich ihm die Wahrheit gern, sie funkelt in der Dunkelheit genauso wie der Abendstern, wissen heißt oft fragen lern(en), Wirklichkeit ist Direktive, und das was sicher scheint entpuppt sich oft als perspektivisch. Der Mond leuchtet eigentlich nicht, denn sein so gleißendes Licht ist eine Frage der Sicht - ob es die Wahrheit dann gibt? Sie ist das, was du nicht bezweifeln kannst: der Tanz deiner Gedanken, das Bewusstsein, die Planetenbahn. Wahres WIssen ist: an neue Orte vordringen - wenn du fühlst dass alle deine Gedanken im Chor singen, und wie Harmonie im Ohr klingen, hervorbringen, sich zum Orbit emporschwingen. Die Monate vergehen, denn der Mond bleibt nie stehen, schau nach oben: und du wirst sehen und verstehen; machst nur Schritte in der Endlichkeit - die Welt wird bestehn, der Mond wird sich nie nur um dein Leben drehn.

My Song for Armstrong

Aschenwald/Bauernfeind - 31.05.2019 | 21:06

Autorinnen: Paul Aschenwald (15 Jahre), Nina Bauernfeind (41 Jahre) mit der Unterstützung von Ava Bauernfeind (6 Jahre) und Anna Aschenwald (12 Jahre), SprecherIn: Paul Aschenwald und Nina Bauernfeind Kinderstimme: Ava Bauernfeind Paul Aschenwald ist Neffe, Schüler und Sänger. Unter anderem war er Teilnehmer der Expan 2018 - Werkstatt für neue Musik - und erreichte Platz 2 beim Prima la Musica Bundesbewerb 2018 sowie beim Kiddy Contest 2015. Er lebt in Spittal / Drau in Kärnten. Nina Bauernfeind ist Tante, Mama und selbstständig als Sängerin, Sprecherin und Stimmpädagogin in Wien. Mit LA FONS, ihrem dream pop Duo hat sie im April 2019 ihr Album II bei Lindo records veröffentlicht, mit dem Duo "Die Donaupiraten" gestaltet sie mit Alfons Bauernfeind Lesekonzerte für Volksschulkinder. Gemeinsam mit der Pianistin Katharina Litschauer singt sie als heart. beat. Popcoversongs für Verliebte. www.ninabauernfeind.at www.la-fons.com www.donaupiraten.wien www.ichwillheartbeat.com

Modflucht und Halmschein

Tobias Anselm Brossmann - 31.05.2019 | 20:58

Die Mauern in der Stadt bilden Schluchten wie Falten, ich Eile durch das Labyrinth um meine Sorgen zu verwalten Eben noch gewußt, gedacht, gerade noch bewusst, bedacht, ziemlich sicher, fest gesessen und doch schon den Rest vergessen, Nun wird erdacht, erfunden, neues schaffen, Verdacht, gefunden Alles ständig erkunden und neu verpacken, die Gedanken runden, schlagen zacken, Neues tun, sich zusammenraffen, niemals ruhen, denken hat die Welt erschaffen, auf mein Smartphone Tunnelblick, sitz ich in der Ubahn die durch den Tunnel fliegt, Verliere mich mit Highspeed im feed, scrolle schneller als mein Auge sieht, Grelle Lichter blenden mich, zwischen Wänden sitze ich, nur den Himmel seh ich nicht Und immer wenn nicht Alles rund geht, streif ich durch die Stadt und schau wo der Mond steht, Halb oder ganz ist er immer für mich da, mit kalter Distanz macht er mir alles klar, Früher hieß es noch Mondschein in Paris, wann war es als der Mond unsere Stadt verließ, deswegen flieh ich aus den Gassen , muss die Metropole verlassen, ich komm auf's Land zu mir und schau rauf zu dir, du scheinst da oben ruhig und zufrieden, stetig, auf deiner Bahn zu fliegen, wir hier suchen Ruhe und den Frieden, würden am liebsten Tage lang in Himmelbetten liegen. Du bist Teil der Natur der niemals vergeht , wir menschen sind das Leben das für dich nur einen Wimpernschlag besteht, Deswegen lässt dein kalter Schein mich manchmal auch erschauern, du bist Teil des ewigen Ganzen und du wirst uns überdauern. Und immer wenn nicht Alles rund geht, streif ich durch die Stadt und schau wo der Mond steht. Halb oder ganz ist er immer für mich da, mit kalter Distanz macht er mir alles klar. Früher hieß es noch Mondschein in Paris, wann war es als der Mond unsere Stadt verließ. Halm, Blatt, Wurzel, fein Farn, glatt, Spitz der Stein Stamm, Rinde, Erde, Pfad Weg, Winde, Sonnen, Rad Mosaik, Pflaster, Ziel Rand, Mauer, Laster, Ziegel, Sand Vogel, Linie, Wand, Blau Wasser Pinie Kaktus Pfau Mond, Licht, Wellen, Damm Silber, Sicht, Forellen, Stamm Ruhe, Wogen, Rabe, rot Schuhe, bogen, Schabe, Not

Stricklaata

auffi muass i - 31.05.2019 | 18:30

Es ist mühsam. Aber es geht schon noch. Zu Fuß. Wackelig, aber es sollte sich lohnen. Auf den Mond, per Strickleiter. 1969 war alles eh noch etwas schlichter.

Der Mond im Mann

Emil Kaschka - 31.05.2019 | 18:25

Der Mond im Mann Mit dir bin ich der Vollmond, wichtig, strahlend, stolz erhoben. Ohne dir ein Schmoll-Mund, nur um neunzig Grad verschoben. Jaja und blabla, du hast gesagt: das Universium ist so groß und wir so klein, und gerade weil`s von uns so viele gibt jeder unwichtig und klein. Jaja und blala, du hast gesagt: es dreht sich nicht immer alles nur um dich! Aber da, wiedersprich ich dann dir, weil von mir aus gesehn, – also im Leuchtturm-Blick um mich herum, fühl ich mich doch wie das Zentrum. Natürlich gibt´s Milliarden andere, und ich bin nur ein einziger von allen, und jeder ist besonders und speziell, vom Hollywood-Schauspieler bis zum Tiroler-Holzfäller, trotzdem bin ich noch mehr Cola und Orange – also Spezi-eller. Vor anderen gibt man es nie zu, und auch nur selten vor sich allein, aber ehrlich: es wird doch niemand das Gefühl je los, was ganz besonderes zu sein. Und so nehm ich mich, dann selber zu wichtig. Und „wichtig“ kommt von „Gewicht“ und zu viel Gewicht verleih ich mir selber, und mach damit meine kleinen Probleme schwer. So kommt es, dass wir zu schwer werden von der eigenen Wichtigkeit. Die Menschheit hat ein doppeltes Übergewichtigkeits-Problem! Auf der einen Seite zu viel McChicken-Wings und Burger-Kings, auf der anderen zu viel Egoismus, und yeah! Jetzt ist der Text auch noch ein Plädoyer für Vegetarismus. Uns selber zu wichtig nehmen ist bei-vielen-harmlos-gemeinten-Sachen-gekränkt-sein-statt-zu-lachen. ist, sich dich mit einem anderen vorstellen, alleine in der Nacht, wir verleihen unseren Problemen selber Macht. Und wenn ich dort liege, kein einziger Gedanke der sich lohnt, ist das einzige was hilft, der Mond. Weil dann denk ich mir, was wenn der runde Mond ein Loch wär, und auf der anderen Seite ist noch wer? Dort lutschen sie auf Erdkugeln, wie auf einer Nimm-2-Süßigkeit, und wir sind nur ein Bakterienstamm, auf einer ausgespuckten Einheit. Was wenn der Mond nur eine Linse ist, durch die sie uns beobachten, wie ein Experiment, und wir sind sowas, wie der Triopse-zum-selber-züchten-Trend? Was wenn der Mond ein Auge ist, und jedes Monat nur ein Wimpernschlag? Dann ist unser Leben kurz, und für den Mond gerade Mal ein Tag. Und helfen diese Gedanken nicht, sich weniger-wichtig-zu-nehmen, und bedeutet das nicht, sich Gewicht vom Schmerz wegnehmen? Du hast zu mir gesagt, es wird immer schönere und bessere geben, das ist ein Risiko, damit müssen wir leben. Und ich hab genickt und ja gesagt, weil´s natürlich stimmt, aber glaubte nie, dass ich jemand besser als dich je find. Mit dir war ich der Vollmond, wichtig, strahlend, stolz erhoben, ohne dir bin ich ein Schmoll-Mond, nur um neunzig Grad verschoben. Du hast gewusst, wie´s geht, sich selber nicht so wichtig nehmen. Deswegen hast du öfter gelacht, aber ich glaub glücklicher warst du nicht. Deswegen versuch ich wie du zu sein, mich weniger wichtig nehmen – aber ich glaub, ich lüg mir ins Gesicht. Weil dann denk ich wieder an den Mond. Er ist physikalisch der kleinste Himmelskörper den wir sehen, jede Nacht muss er zwischen tausend größeren Sternen und Planeten stehen. Und trotzdem ist er in unseren Augen der größte und am wichtigsten. Und deswegen hoff ich, dass ich irgendwann, für jemanden der Mond sein kann. Ich weiß, ich bin ein Idealist weil ich das denk, und ein Koala-Bär, ein Amur-Leopard und ein Orang-Utan sitzen in meinem Boot, und auf unserer Flagge steht: vom Aussterben bedroht. Aber in unserem Boot ist es schön, wer will der darf sich zu uns legen, die Sonne ist für uns versunken, aber wir segeln dem Mond entgegen.

Mein Mond

Eeva Aichner - 31.05.2019 | 18:02

Mein Beitrag für den "Rap the moon" Contest ist ein wortverspieltes Gedicht an "meinen" Mond.

Fly Me To The Moon

Regina Maria Pendl - 31.05.2019 | 17:20

Regina Maria Pendl, Ö1 Hörerin, die sich überall zu Hause fühlen kann, weil sie weiß, dass wir alle unter einem Mond leben, ...

Luna

Ismile - 31.05.2019 | 16:16

Hallo das ist mein ö1 Track zum Thema Rap the moon ich hoffe er gefällt euch war alles selfmade hatte leider kein optimales Aufnahmestudio, find es aber ganz gut von der Qualität

Vanillekipferlmond

Tino und Matthias Klissenbauer - 31.05.2019 | 15:01

Eines hab ich vom Mond gelernt, und zwar den richtigen Dreh: manchmal nah, manchmal weit entfernt, das ist gar kein so schlechter Schmäh. Er bleibt auf seiner Bahn auf Distanz, offenbart seinen Plan niemals ganz. Eines hat mir der Mond voraus, weißt du was mir gefällt: er geht Nacht für Nacht außer Haus und umrundet die ganze Welt. Er zieht seinen Kreis täglich neu, doch er bleibt sich dabei immer treu. Keiner weiß genau was er bewegt, wenn er auf uns herunterlacht, aber ein Vanillekipferlmond versüßt die Nacht