Parlamentswahlen in Burma

Bei den sogenannten Parlamentswahlen in Myanmar-Burma haben erwartungsgemäß die der regierenden Militärjunta nahestehenden Parteien und Kandidaten gewonnen. Die burmesische Oppositionspolitikerin, die unter Hausarrest stehende Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hatte zum Wahlboykott aufgerufen.

Abendjournal 08.11.2010

Schwere Unruhen

Für US-Präsident Barack Obama waren die Wahlen in Burma inakzeptabel. Und einen Tag danach sind in dem Vielvölkerstaat wieder schwere Kämpfe zwischen der Karen-Minderheit und dem burmesische Truppen ausgebrochen. Zehntausend Menschen sind bereits ins benachbarte Thailand geflohen.

Massenflucht nach Thailand

Sie geben nicht auf. Die Minderheit der Karen kämpft seit Jahrzehnten gegen die Militärjunta. So auch heute wieder. Und so müssen auch heute wieder zehntausend Menschen in den thailändischen Grenzort Mae Sot flüchten.

Kämpfe zwischen Karen und Armee

In den vergangenen Jahren sind Zweihunderttausend Karen zwangsumgesiedelt und Hunderttausend vertrieben worden. Die heutigen neuerlichen Kämpfe zwischen Karen und dem burmesischen Truppen lassen die gestrigen Parlamentswahlen in den Hintergrund treten.

Wahl: Junta-Favoriten siegreich

Erwartungsgemäß haben der Junta nahestehende Kandidaten und Parteien die Wahlen gewonnen, da ein großer Teil der demokratischen Opposition durch das Wahlgesetz von einer Kandidatur ausgeschlossen worden war. Die heutigen Zeitungen in Myanmar-Burma berichten groß über die Wahlen und schreiben, dass die Wähler frei und glücklich wählen konnten.

Obama:"Wahl inakzeptabel"

Anders sieht es US-Präsident Barack Obama, es ist inakzeptabel eine Wahl zu stehlen, wie es das Regime in Burma vor den Augen der Welt wieder gemacht hat, sagt Obama. Hingegen sieht China in den gestrigen Wahlen in Burma einen Fortschritt.