Finanzminister erläútert Sparkurs

Kürzungen und Sondersteuern

Die Regierung in Athen hat am Sonntag neuerlich über ihren Sparkurs beraten. Heute soll der griechische Finanzminister in einer Telefonkonferenz den Experten von EU und Währungsfonds erklären, wie die Regierung in Athen die Finanzprobleme in den Griff bekommen will - nämlich durch Sparen und Sondersteuern.

Morgenjournal II, 19.09.2011

Weniger Pensionen und Beamte

Der griechische Finanzminister will vor allem weniger ausgeben. Das heißt zum Beispiel, dass die Pensionen in Griechenland gesenkt werden. Außerdem werden zehn Prozent der Staatsbediensteten, die nicht den Beamtenstatus haben, entlassen.

Immobiliensteuer

Aber Griechenland braucht auch mehr Einnahmen: Deshalb soll es eine Immobilien-Sondersteuer geben. Jeder Grieche, der eine Wohnung oder ein Haus besitzt, soll zwischen 16 und 50 Cent je Quadratmeter pro Jahr zahlen. Die Steuer soll vier Milliarden Euro einbringen und über die Stromrechnung eingehoben werden. Wer nicht zahlt, dem wird der Strom abgedreht.

Im Euro bleiben

Ob das reicht, um die Budget-Löcher zu stopfen, bezweifeln aber nicht nur die Experten der Troika. Die griechische Regierung ist jedenfalls fest entschlossen, die Ziele zu erreichen. Und eines hat Finanzminister Venizelos gestern ganz klar gemacht: Griechenland will in der Eurozone bleiben.