Station in Wien
Sting auf Jubiläumstour
Vergangenes Jahr hat Sting sein 25. Bühnenjubiläum gefeiert, und aus diesem Anlass nicht nur ein "Best Of"-Album mit ausgewählten Songs veröffentlicht, sondern sich auch zu einer Jubiläumstour aufgemacht. Und die führt den Musiker am Sonntag, 19. Februar 2012, nach Österreich, wo er im Wiener Gasometer auftritt.
8. April 2017, 21:58
Ob "Englishman in New York", "Desert Rose", "Brand New Day", der britische Popkünstler Sting hat im Laufe seiner Solokarriere zahlreiche Songs geschrieben, die zu den populärsten gehören.
Kultur aktuell, 18.02.2012
Wenn man die 25-jährige Erfolgskarriere von Sting Revue passieren lässt, so steht an deren Anfang die Geschichte einer Trennung - jene der britischen Rockband The Police, mit der Gordon Matthew Thomas Sumner international bekannt geworden war. Er habe damals, Mitte der 80er Jahre, das Gefühl gehabt, dass die Projekte der Band nichts Neues mehr bringen, so Sting, dass es an der Zeit war, eigene Wege zu gehen.
König des Crossover
Schon das erste Soloalbum "The Dream Of The Blue Turtles" gab dann einen Vorgeschmack auf das, was die Musik von Sting bis heute prägt: das Kokettieren mit unterschiedlichen Genres und Stilen. Er holte sich Musiker mit an Bord, die sich wie er für ein Crossover zwischen musikalischen Welten begeistern konnten.
Die Anfangsjahre waren sodann geprägt von Mitmusikern wie etwa dem Pianisten Kenny Kirkland oder Saxophonist Branford Marsalis - jazzig angehauchter Pop Marke Sting, der sich über die Jahre dem Folk ebenso annäherte wie dem New Wave, mal Weltmusik-Ambitionen hegte oder sich von klassischer Musik inspirieren ließ, von Bach oder Prokofiev. Etwa im Song "Russians", den er wie zahlreiche seiner anderen Hits 2010 in Begleitung eines Symphonieorchesters in neuer Form präsentierte.
Von persönlichen Erlebnissen geprägt
Dabei sei seine Musik immer auch stark von persönlichen Erlebnissen geprägt, erzählt Sting. So sei das Album "Nothing Like The Sun" unter dem Eindruck des Todes seiner Mutter entstanden. Und das Schreiben an "The Soul Cages" nach dem Tod seines Vaters für ihn wie eine Therapie gewesen.
Ganz anders "Sacred Love" aus dem Jahr 2003, wo viele Songs geprägt seien vom Ärger über die US-Invasion in den Irak. Und generell der Enttäuschung über die US-Außenpolitik nach 9/11 - als verpasste Chance.
Bei seiner aktuellen Tour spielt er ganz im Zeichen des 2011 erschienenen Best-Of-Samplers "Sting 25 years" Nummern quer durch die verschiedenen Schaffensphasen. Und um Gerüchten vorzubeugen: Wenn möglich, wolle er weitere 25 Jahre auf der Bühne stehen, so der inzwischen 60-jährige Sting.
