Verbund und Siemens kooperieren

Versorgungsnetz für Elektroautos geplant

Österreichs größter Elektrizitätskonzern Verbund und das Technologieunternehmen Siemens wollen ein gemeinsames Unternehmen gründen, dass alle notwendigen Dienstleistungen für die Elektromobilität anbietet. Funktionieren soll das Unternehmen nach dem Vorbild der Mobilfunkbetreiber.

Mittagsjournal, 10.4.2012

Infrastruktur für E-Autos

Was mit Handys funktioniert, soll künftig auch mit Elektroautos möglich sein: Der Konsument bekommt von einem Versorger alle notwendigen Einrichtungen angeboten, die für den Betrieb von E-Autos notwendig sind: von der privaten Ladestation zu Hause über den Zugang zu einem österreichweiten Ladenetz bis zur Möglichkeit, Kosten und Ladezustand des Autos über das Smartphone zu kontrollieren. Verbund-Chef Anzengruber über die Zusammenarbeit mit Siemens: "Wir werden keine Autos produzieren, keine Batterien produzieren und keine Autos verkaufen, sondern klassisch die Provider-Funktion haben." Also das zur Verfügung stellen von Infrastruktur und Service. Dafür seinen Verbund und Siemens die perfekten Partner, erklärt Siemens-Chef Hesoun.

Partner erwünscht

Der künftige Elektromobilitätsdienstleister sei aber auch offen für anderen Unternehmen, neue Partner seien ausdrücklich erwünscht, betonten die Chefs von Siemens und Verbund, die je 10 Millionen Euro Eigenkapital in das gemeinsame Projekt einbringen werden. Insgesamt rechnen die Betreiber mit 300 Millionen Euro Investitionsvolumen. Die Firmengründung ist für Sommer 2012 geplant, die Wettbewerbshüter müssen noch zustimmen. Bis zum Jahr 2020 rechnen Verbund und Siemens mit mindestens 80.000 Elektroautos in Österreich, derzeit sind es erst knapp 800.

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