Ukraine-Vermittlung in Berlin

Eine Lösung für die Krise in der Ukraine suchen die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine heute bei einem Treffen in Berlin. Und während der diplomatische Druck gegen Moskau wächst, auf die prorussischen Separatisten in der Ostukraine einzuwirken, wird in der Ukraine selbst wieder gekämpft und gestorben.

Anders Fogh Rasmussen und Frank-Walter Steinmeier

Anders Fogh Rasmussen und Frank-Walter Steinmeier

(c) EPA/SOEREN STACHE

Abendjournal, 2.7.2014

Neue Kämpfe

In der Ostukraine wird wieder geschossen und beide Seiten geben ihre Erfolge bekannt: Die sogenannte Anti-Terroristische Aktion verlaufe erfolgreich, heißt es von der ukrainischen Armee, dabei sei allerdings ein Soldat getötet und mehrere verletzt worden. Die pro-russischen Rebellen geben hingegen an, sie hätten ein ukrainisches Flugzeug abgeschossen - vom brüchigen Waffenstillstand, der am Montag zu Ende gegangen ist bleibt keine Spur.

Westen erhöht Druck

Der Westen erhöht inzwischen seinen Druck auf Russland, seinen Einfluss bei den Separatisten in der Ostukraine geltend zu machen, der Nachschub von Waffen und Munition aus Russland müsse endlich gestoppt werden, warnt US-Außenminister Kerry. Auch die deutschen Kanzlerin Merkel appelliere nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Rasmussen, mehr für eine friedliche Lösung zu tun.

Wie eine Lösung aussehen könnte beraten in Berlin die Außenminister Deutschlands, Russlands, Frankreichs und der Ukraine. Der deutsche Außenminister Steinmeier warnte allerdings davor die Erwartungen in das Treffen zu hoch zu stecken.