Bücherstapel

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Sachbücher und Themen

Von den Krisenherden dieser Welt über Entdeckungen der Neurowissenschaften bis zu den schönen Künsten. "Kontext" bietet Orientierungsservice im Sachbuch-Dschungel. Reportagen, Diskussionen, Rezensionen, Studiogespräche, Hintergrundberichte zu spannenden Büchern über Zeitgeschichte, Wirtschaft und Wissenschaft. Und ab und zu darf auch gelacht werden.

Fauve/Jeanson, "Das Gedächtnis der Welt"

Von den Tulpen, die im 16. Jahrhundert aus der Türkei nach Europa kamen, bis zu Mammutbäumen, die im 19. Jahrhundert aus Nordamerika mitgebracht wurden: Die Pflanzen in unseren Gärten und Parkanlagen sind wohl das sichtbarste Erbe botanischer Expeditionen. Viel mehr liegt, verborgen vor dem Blick der Öffentlichkeit, in den Herbarien. Ein Herbarium mag auf den ersten Blick als ziemlich trockener Ort erscheinen. Aber die getrockneten Pflanzen, die dort zwischen zwei Blättern Papier oder Karton gepresst liegen, verlieren all ihre Staubigkeit, wenn Marc Jeanson über sie zu sprechen beginnt. Mit Mitte dreißig wird Marc Jeanson Direktor des inzwischen renovierten und rundum erneuerten Herbariums in Paris, das mit seiner riesigen Sammlung eine Art "Gedächtnis der Welt" darstellt. Dieses Gedächtnis will Marc Jeanson aber nicht nur bewahren, er will es vor allem: zeigen. In all den poetischen, schönen und gefühlvollen Geschichten über Botaniker und ihre Pflanzen schwingt die leidenschaftliche Faszination des Autors mit für die Natur, ihre Erforschung und ihren Erhalt.

Charlotte Fauve und Marc Jeanson, "Das Gedächtnis der Welt - Vom Finden und Ordnen der Pflanzen", Übersetzung von Nils Hoff und Elsbeth Ranke, Aufbau Verlag

Birgit Dalheimer

Susan Arndt: "Sexismus"

Social-Media-Kampagnen wie #MeToo oder #Aufschrei haben gezeigt, wie allgegenwärtig sexistische Gewalt und Diskriminierung sind. Dennoch werden Menschen, die über ihre Erfahrungen berichten und geschlechterbasierte Diskriminierung aufzeigen wollen, allzuoft als übersensibel oder als spaßbefreite Spielverderber bezeichnet. Hier setzt Susan Arndt mit ihrem Buch "Sexismus" an, das dazu einlädt, Sexismus zu verstehen, um sodann die Grundfesten sexistischer Ideologie, Macht und Herrschaft nachhaltig erschüttern zu können.

Susan Arndt, "Sexismus - Geschichte einer Unterdrückung", C.H. Beck

Sophie Menasse

Hannes Androsch: "Was jetzt zu tun ist"

Das Jahr 2020, das kann man jetzt schon sagen, stellt eine Zäsur ungeahnten Ausmaßes dar. In einer ganzen Reihe von europäischen Ländern schrumpft die Wirtschaft so stark wie seit der Weltwirtschaftskrise 1929 nicht mehr, eine Rückkehr zur "alten Normalität" wird es nicht geben, sagt Hannes Androsch, der Industrielle mit Finanzministervergangenheit, der sich als Citoyen versteht und sich als solcher immer wieder zu Wort meldet oder wie vor neun Jahren Initiativen wie das Bildungsvolksbegehren anstößt. Bildung, Digitalisierung und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern sind für ihn die großen Herausforderungen der Post-Corona-Zeit. Aber auch die Migration, zu der einen sehr persönlichen Zugang hat.

Hannes Androsch, "Was jetzt zu tun ist", Brandstätter Verlag

"Kontext"-Gespräch mit Wolfgang Ritschl

ORF Radiothek - Ö1 Podcasts

Orlando Figes: "Die Europäer"

Dass man von einer europäischen Kultur sprechen kann, ist angesichts der vielen unterschiedlichen Sprachen in Europa nicht selbstverständlich. Was also hat Europäer in St. Petersburg mit jenen in Paris, London und Bukarest zusammengebracht? Ein neuartiges Verkehrsmittel, meint der britische Historiker Orlando Figes. Der massiv vorangetriebene Ausbau der Eisenbahn-Netze führt - zusammen mit der Etablierung der Dampfschifffahrt und der Einführung des Telegrafen - zu jener von Karl Marx konstatierten "Vernichtung des Raums durch die Zeit", die den Aufstieg eines sich als kosmopolitisch verstehenden und über seinen Kulturkonsum definierenden Bürgertums ermöglicht. Die Eisenbahn revolutioniert den Opern- und Musikbetrieb, treibt die Entwicklung der Urheberrechtsgesetzgebung voran, begründet den aufkommenden Massentourismus und die Epoche der Weltausstellungen, schafft neue Berufsfelder und Netzwerke.

Orlando Figes, "Die Europäer - Drei kosmopolitische Leben und die Entstehung europäischer Kultur", Hanser Berlin

Klaus Nüchtern

Die Deutsche Flagge

DPA/AP/MICHAEL KAPPELER

Susan Neiman, "Von den Deutschen lernen"

Die Amerikanerin Susan Neiman stellt die von ihr als vorbildlich empfundene deutsche Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit der bisher nur spärlichen Beschäftigung in den Vereinigten Staaten mit dem amerikanischen Bürgerkrieg gegenüber. Konkret wurde die Idee zum Buch 2015, als ein rassistischer Attentäter in Charleston neun schwarze Kirchenbesucher erschoss und danach US-Präsident Barack Obama forderte, die Symbole der Konföderation verschwinden zu lassen. Es handelt sich um Fahnen und Denkmäler, die in den Südstaaten an den von ihnen verlorenen Bürgerkrieg zwischen 1861 und 1865 erinnern. Die Südstaaten wollten damals die Sklaverei beibehalten. Für die Autorin ist das so, als würden in Deutschland Denkmäler für Menschen stehen, die für die Nazis gekämpft haben. Die Jüdin Neiman merkt wiederholt im Buch an, dass es zwar in den USA und Großbritannien Holocaust-Museen gebe, aber keine Gedenkstätten der Sklaverei, des Völkermords an Ureinwohnern oder der Kolonialgewalt.

Susan Neiman, "Von den Deutschen lernen - Wie Gesellschaften mit dem Bösen in ihrer Geschichte umgehen können", Übersetzung von Christiana Goldmann, Hanser Berlin

Stefan May

Kyle Harper: "Fatum"

Beim Untergang des Römischen Reichs denkt man an die schwindende Macht der römischen Verwaltung und des Heeres. Und man denkt an die sogenannte "Völkerwanderung", als die Barbaren Rom zu Fall brachte. Der amerikanische Historiker Kyle Harper bringt ein anderes Element ins Spiel: die Ökologie. Neben Klimawandel und daraus resultierenden Hungersnöten gibt es bei Kyle Harper noch einen weiteren Faktor: lebensbedrohende Seuchen. Eine Pandemie hat den Untergang des Römischen Reichs zumindest beschleunigt.

Kyle Harper, "Fatum - Das Klima und der Untergang des Römischen Reiches", Übersetzung von Anna und Wolf-Heinrich Leube, C.H. Beck Verlag

Andreas Puff-Trojan

H. Flassbeck: "Der begrenzte Planet und die unbegrenzte Wirtschaft"

Gebote und Verbote sind nicht zielführend, wenn man fossile Energien einsparen will. Öl und Kohle sind nämlich nach wie vor dermaßen billig, dass der Anreiz zum Sparen fehlt. Was es bräuchte, wäre ein kontinuierlich steigender Ölpreis, und zwar verordnetermaßen und weltweit. Nur so können sich Unternehmen ausrechnen, wie viel sie sich beim Umstieg auf ökologisches Wirtschaften ersparen würden. Dazu müsste man aber auch die härtesten Gegner des nötigen Wandels miteinbeziehen, die Produzenten fossiler Energieträger. Ein harter Weg, um Ökonomie und Ökologie zu versöhnen. Heiner Flassbeck über Arbeitslosigkeit als natürlichen Gegner der Umweltbewegung, über die Notwendigkeit von Umverteilung und über die Sinnlosigkeit nationaler Energiesparmaßnahmen.

Heiner Flassbeck, "Der begrenzte Planet und die unbegrenzte Wirtschaft - Lassen sich Ökonomie und Ökologie versöhnen?", Westend

"Kontext"-Gespräch mit Wolfgang Ritschl

ORF Radiothek - Ö1 Podcasts

Gunther Greßmann: "Steinwild am Großglockner"

Vor 60 Jahren wurde in Heiligenblut am Großglockner das erste Steinwild wieder angesiedelt, nachdem es Anfang des 18. Jahrhunderts in weiten Teilen der Alpen ausgestorben war. Rund 50.000 Tiere in 200 Kolonien gibt es hier wieder, und wer die Großglockner- Hochalpenstraße hinauffährt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit die Chance, einige von ihnen mit eigenen Augen zu sehen. Zumindest jetzt noch. Denn durch den Klimawandel steigen die Temperaturen in den Alpen, und das Steinwild verträgt Hitze ganz schlecht, weiter in die Höhe kann es in den Alpen nicht mehr. Die majestätischen Tiere sind also das zweite Mal vom Aussterben bedroht.

Gunther Greßmann, "Steinwild am Großglockner", Verlag Anton Pustet

Sonja Bettel

Ein Steinbock

KEYSTONE/ARNO BALZARINI

Gerald Hüther: "Wege aus der Angst"

Für den renommierten Hirnforscher Gerald Hüther ist es noch nie in der Menschheitsgeschichte vorgekommen, dass sich weltweit alle Menschen durch etwas bedroht fühlen, das völlig unerwartet über alle hereingebrochen ist: Das Corona-Virus Sars CoV-2. Der Hirnforscher aus Göttingen weiß, dass jeder Einzelne anders mit seinen Ängsten umgeht: Während die einen sie schlicht leugnen oder verdrängen, suchen andere nach Schuldigen und Sündenböcken, wieder andere suchen nach Lösungen. Der studierte Biologe will eine Debatte über den Umgang mit Angst anstoßen, die für ihn gar nicht so etwas Bedrohliches hat, wie gemeinhin angenommen und die schon gar nicht besiegt werden muss.

Gerald Hüther, "Wege aus der Angst - Über die Kunst, die Unvorhersehbarkeit des Lebens anzunehmen", Vandenhoeck & Ruprecht

Maicke Mackerodt

Michal Wojcik: "Der Aufstand von Treblinka"

Am 02. August 1943 kam es im Konzentrationslager Treblinka, einem deutschen Vernichtungslager auf polnischem Gebiet, zu einem unglaublichen und heute fast vergessenen Ereignis: Etwa 700 überwiegend jüdische Häftlinge nahmen an einem bewaffneten Aufstand teil. Gestützt durch zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen und Archivrecherchen malt der Historiker Michal Wojcik das Bild einer hoffnungslosen Situation, in der einige mutige Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nahmen. In den 1970er Jahren reklamierten die polnischen Partisanen den Aufstand im Konzentrationslager für sich, feierten ihn als patriotische Heldentat. Der Historiker Michal Wojcik weist nach, dass die Revolte ausschließlich von einigen wenigen Häftlingen ausging, und nicht von der polnischen Heimatarmee.

Michal Wojcik, "Der Aufstand von Treblinka - Revolte im Vernichtungslager", Übersetzung von Paulina Schulz-Gruner, Piper Verlag

Irene Etzersdorfer

Ulrike Guérot: "Europa nach der Krise"

Geschlossene Grenzen, Ausgangssperren, beschlagnahmte Schutzausrüstungen: Europa ist wieder einmal in der Krise. Die Frage ist, ob die Pandemie das politische Projekt Europa stärken oder uns weiter auseinandertreiben wird. Die Politologin Ulrike Guérot sieht in der Entscheidung, Leben über Zahlen zustellen, einen Anfang für den lange eingeforderten Neubeginn Europas. Nötig wäre jetzt, nach der Wirtschaft und der Währung auch die soziale Frage zu vergemeinschaften, also die Einführung einer europäischen Arbeitslosenversicherung, eines europäischen Kurzarbeitergelds, einer europäischen Gesundheitsbehörde und letztlich auch eines einheitlichen europäischen Steuersystems. Beginnen sollte man mit der Ausgabe einer European Citizen Card, um klar zu machen, dass es in Europa gemeinsame Rechte braucht, um voranzukommen.

Ulrike Guérot, "Nichts wird so bleiben, wie es war? - Europa nach der Krise. Eine Zeitreise", Molden Verlag

"Kontext"-Gespräch mit Wolfgang Ritschl

Ludger Weß: "Bakterienatlas"

Das Leben ist zäh, und es scheint, dass es kaum auszulöschen ist, wenn es einmal einen Himmelskörper erobert hat. Bakterien haben kosmische Katastrophen, Vereisungen, Warmzeiten und mehrere vollständige Umwandlungen der Atmosphäre überlebt und praktisch jeden Winkel des Planeten erobert: Sie können nach Jahrmillionen Dauerschlaf wieder zum Leben erwachen, ungeschützte Aufenthalte im All genauso überstehen wie Raumflüge und Bestrahlung - und sind beinahe überall zu Hause. Und das Schöne daran ist: die meisten Bakterien sind für uns Menschen sehr nützlich.

Ludger Weß, "Winzig, zäh und zahlreich - Ein Bakterienatlas", Matthes & Seitz

Birgit Dalheimer

Hürdenläufer bei einem Wettkampf in der Halle

ANDY BUCHANAN/AFP

Marie-Luise Wolff: "Die Anbetung"

Marie-Luise Wolff leitet im hessischen Darmstadt einen regionalen Energieversorger im Besitz der öffentlichen Hand und fuhr vor vier Jahren mit der hessischen Staatsregierung in das Silicon Valley, um herauszufinden, was die führenden Digitalunternehmen so erfolgreich macht. Die Vorstandsfrau beschreibt, wie die Manager von Google mit ungefilterter Arroganz einen halben Tag lang nur über ihre Smartness gesprochen haben und sie anfing sich zu fragen: Was ist das Geschäftsmodell? Was genau ist der Fortschritt? Das angebetete Fortschrittsunternehmen, wie Marie Luise-Wolff es nennt, finanziert seinen Gewinn von über 30 Milliarden Dollar jährlich zu 95 Prozent durch Werbung - und durch den Verkauf persönlichster Daten der Nutzer. Mit Befremden und zunehmender Skepsis hat Marie-Luise Wolff gut ein Jahrzehnt die digitalen Wirtschaftsmodelle studiert und maßt sich nun an, eine digitale Gewinnwarnung auszusprechen. Konzerne wie Amazon, Facebook, Microsoft, Apple und Google haben zwar eine neue Superideologie erfunden, aber ihrer Meinung nach keine nachhaltigen Werte geschaffen. Es stößt die Wirtschaftspraktikerin ab, wie sehr die Konzerne vergöttert werden, ohne dass die Nutzer erkennen, dass sie dem Rest der Welt weder Wachstum noch Wohlstand bringen.

Marie-Luise Wolff, "Die Anbetung - Über eine Superideologie namens Digitalisierung", Westend Verlag

J. Kantor/M. Twohey: "#MeToo"

Am 11. März wurde heuer der Filmproduzent Harvey Weinstein zu 23 Jahren Haft wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verurteilt. Mehr als 100 Frauen hatten schließlich ausgesagt, von ihm sexuell genötigt worden zu sein. Wie es zur Anklage kam und zu der darauffolgenden massiven öffentlichen Protestbewegung unter #MeToo, das schildern die beiden "New York Times"-Journalistinnen Jodi Kantor und Megan Twohey, die maßgeblich an der Aufdeckung der Fälle beteiligt waren. Zu lesen ist hier ein spannendes Stück Zeitgeschichte mit Einblicken in die Arbeitsweise des investigativen Journalismus und auch ein ermutigendes Plädoyer für Solidarität unter Frauen und für die Solidarität mit Frauen. Nur gemeinsam konnte es gelingen, ein Macht- und Schweigesystem wie das Harvey Weinsteins zu brechen.

Jodi Kantor und Megan Twohey, "#MeToo - Von der ersten Enthüllung zur globalen Bewegung", Übersetzung von Judith Elze und Katrin Harlaß, Tropen Verlag

Andrea Roedig

Franziska Tschinderle: "Unterwegs in Albanien"

Albanien war nicht nur ein der brutalsten sozialistischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts, sondern auch eine der bizarrsten. Der Langzeit-Diktator Enver Hoxha ließ entlang der Künste unzählige Bunker errichten und schottete sein Land systematisch ab. Heute boomen an der albanischen Mittelmeerküste die Strandressorts, und auch in den Bergen tummeln sich Mountainbiker und Wanderer. Ein halbes Jahr recherchierte die Albanien für ihr Reisebuch, in dem von Europas letztem Wildfluss berichtet, vom Tourismusboom an der Küste, von der immer noch praktizierten Blutrache, aber auch von religiöser Toleranz. Und vom schwierigen Umgang mit dem dunklen Erbe der Diktatur.

Franziska Tschinderle, "Unterwegs in Albanien - Meine Reise durch ein unbekanntes Land", DuMont Verlag

"Kontext"-Gespräch mit Wolfgang Ritschl

Cassia St. Claire: "Die Welt der Stoffe"

In 13 sehr unterschiedlichen Kapiteln beschäftigt sich die britische Autorin Kassia St. Clair mit der Herstellung und Bedeutung diverser Textilien und Stoffe. Da geht es um Leichentücher, in die Mumien gewickelt wurden, wasserdichte Wollsegel, die den Wikingern die Überfahrt über die Meere ermöglichten, oder feinste Spitze, die lange als Luxusgut galt. Und im Kapitel "Extreme Schichten" untersucht die Autorin, mit welcher Kleidung es die ersten Everest-Bezwinger vielleicht leichter gehabt hätten. Einer der ersten, der sich an die Besteigung des Achttausenders gemacht hatte, war George Mallory, der anhand eines eingenähten Etiketts am Hemdkragen identifiziert wurde. Sein erstarrter Leichnam wurde 1999 an der Nordseite des Everest entdeckt, seine Kleidung war immer noch gut erhalten, er trug mehrere Schichten verschiedener Stoffe, dazu Wollsocken. Anhand dieser Episode und der Weiterentwicklung der benötigten Kleidungsstücke erfährt man viel über daunengefüllte Jacken, die im versnobten australischen Alpine Club zunächst belächelt wurden, über Fleece-Stoffe und Gore-Tex, bis hin zu Naturmaterialien wie Merinowolle, die heute als Nonplusultra in Sachen Bergbekleidung gilt. Kaum etwas ist uns so nah wie Stoffe, kaum etwas ist derart persönlichkeitsstiftend wie unsere Art uns zu kleiden.

Cassia St. Claire, "Die Welt der Stoffe", Übersetzung von Marion Hertle, Hoffmann&Campe

Uli Jürgens

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