Sonnenblumen

APA/ROBERT JÄGER

N wie Nachhaltiges Investment

Nachhaltig zu investieren, ist keine ganz neue Idee. Bereits in den 1970er Jahren kamen die ersten Bewegungen auf, die ethisch und ökologisch vertretbare Investments forderten.

"Kein Geld für Rüstung und Apartheid" bedeutete, nicht in Aktien oder Unternehmensanleihen zu investieren, die in Verbindung mit dem Apartheidregime in Südafrika oder dem Vietnamkrieg standen. Erste Fonds, die sich auf nachhaltige Investments spezialisierten entstanden in den USA und Großbritannien. Sie sprachen vor allem institutionelle Anleger wie Stiftung, Kirchen oder Universitäten an. Mittlerweile interessieren sich auch viele private Anlegerinnen und Anleger für ethisch und ökologisch vertretbare Investments. Die werden nicht etwa von einer klassischen Ratingagentur bewertet, die Fondsanbieter, meist Banken, legen die Standards selbst fest. Für die Investorinnen und Investoren bedeutet das, genau darauf zu achten, welche Ausschlusskriterien hier zur Anwendung kommen. Auf der schwarzen Liste stehen Energieunternehmen, die auf Atomkraft setzen, Rüstungsfirmen, Staatsanleihen von Diktaturen und Ländern, in denen es zu schweren Menschenrechtsverletzungen kommt, und vieles andere. Die Anbieter werben damit, dass die Gewinne nachhaltiger Fonds mit jenen bei herkömmlichen Investments mithalten könnten. Kritiker sagen, dass die Ausschlusskriterien für Unternehmen mitunter viel zu lax seien - in dem ein oder anderen nachhaltigen Fonds befinden sich etwa Erdölunternehmen, die Bohrinseln im Meer betreiben.

Juliane Nagiller, Marlene Nowotny

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