Kunsthaus Bregenz, Innenansicht

KUB/MATTHIAS WEISSENGRUBER

Materialität in Reinform

1997 - Kunsthaus Bregenz

Ursprünglich als Landesgalerie geplant und ausgeschrieben, ist das Kunsthaus Bregenz heute ein international renommiertes Museum für zeitgenössische Kunst. Der Bau des Schweizer Architekten Peter Zumthor liegt prominent in der Nähe der Bregenzer Seeanlagen, zwischen dem Vorarlberger Landestheater und dem Postgebäude.

Markus Unterkircher ist der technische Leiter der Vorarlberger Kulturhäuser, zu dem das Kunsthaus Bregenz gehört. Er kennt das Haus seit der Eröffnung im Jahr 1997 und beschreibt es als ein Haus, das viel ermöglicht, wenn man sich darauf einlässt.

Die Räume im Kunsthaus bestehen aus Sichtbetonwänden und aus 80 cm dicken Betonböden, die mit einer 18 mm dicken, grauen, unversiegelten Terrazzo-Schicht überzogen sind. Ab dem 1. Stockwerk bilden Glasdecken aus hunderten Glasplatten den oberen Raumabschluss. Tageslicht kann, eingefangen über die Zwischengeschosse, in die Ausstellungsräume weitergeleitet werden. Im Kunsthaus Bregenz gibt es keine Verblendungen, Verkleidungen oder Übermalungen. Während andere Ausstellungshäuser über Wände aus Rigips und Holzböden verfügen, dominiert im Kunsthaus Bregenz eine eigene Materialität, mit der die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler arbeiten können.

Architektur: Peter Zumthor
Eröffnung: 1997
Adresse: 6900 Bregenz, Karl-Tizian-Platz

Gestaltung: Jakob Fessler

Service

Mit der Sendereihe "Hundert Häuser" wird eine Geschichte Österreichs anhand seiner Architektur erzählt - vom Jahr 1918, in dem am 12. November die Erste Republik ausgerufen wurde, bis zur Gegenwart. Für jedes Jahr steht ein historisch bedeutendes, architektonisch spannendes oder eine Epoche prägendes Bauwerk, das in jeweils einem Radiobeitrag porträtiert wird. Zu hören ist die hundertteilige Reihe von Montag bis Donnerstag um 17:25 Uhr, von Mitte Mai bis 12. November 2018.

Kunsthaus Bregenz

Jeden ersten Sonntag im Monat findet eine Architekturführung durch das Kunsthaus Bregenz statt.

Sendereihe

Gestaltung

  • Jakob Fessler

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