Emily Dickinsons Unterschrift

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Emily Dickinson, die Einsiedlerin von Amherst

Zwischen den Zeilen - Von Lyrik und ihren Menschen. Eine" Tonspuren"-Sommerserie. Teil 2: Den Sommerhimmel sehn ist Poesie, mag sie auch nie in Büchern stehn. Die Welt der Emily Dickinson. Feature von Peter Zimmermann.

Im Jahr 1830 wurde Emily Dickinson in Amherst, Massachusetts geboren, 56 Jahre später starb sie dort, ohne den Ort verlassen zu haben. Das ist schon seltsam genug. Doch mit zwanzig Jahren hatte sich die Tochter eines Rechtsanwalts und Politikers ganz aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, zuerst das Haus und schließlich ihr Zimmer nicht mehr verlassen.

Das ist mehr als seltsam. In ihrer Einsamkeit schrieb sie viele Briefe. In diese streute sie immer wieder Verse ein. Das war aber nur ein kleiner Teil ihrer Produktion, von den insgesamt fast 1.800 Gedichten wusste zu ihren Lebzeiten nur sie selbst Bescheid. Sie schrieb sie in Schulhefte, die sie in ihrem Zimmer verwahrte. Die Bedeutung dieser Gedichte im Kontext der literarischen Moderne wurde erst hundert Jahre nach ihrem Tod klar, als die erste Gesamtausgabe der Originaltexte erschien. Zuvor gab es nur eine von Emily Dickinsons Schwester Lavinia umgeschriebene Auswahl.

Sendereihe

Gestaltung

  • Peter Zimmermann