Pina Bausch

DPA/DAVID EBENER

Von der Idee zur Tat 4/9: Tanzpionierin Pina Bausch

"Pina" - Eine Hommage an die Choreografin Pina Bausch.
Von Anne Linsel

Pionierinnen und Wegbereiter in der "Hörbilder"-Sommerserie:

Pina Bausch suchte nach dem, was Menschen bewegt. Mit ihrer Arbeitsweise des "Fragens" erarbeitete sie Stücke ohne Vorlage. Stücke, die von Liebe und Zärtlichkeit, Angst, Enttäuschung, Hoffnung und Sehnsucht erzählen. Ihre Tänzer tanzen nicht nur, sondern rennen, schreien, lachen, weinen, erzählen kleine Geschichten. Sie sei weniger daran interessiert, wie die Menschen sich bewegten, als daran, was sie bewegt, lautete ihr Credo.

Als Pina Bausch 1972 als Ballettchefin nach Wuppertal kam, entwickelte sie mit ihren Tänzerinnen und Tänzern eine neue, ungewöhnliche, eigenständige Körpersprache, fernab vom klassischen Ballett. Ein Theater aus Tanz, Sprache, Musik: das Tanztheater Wuppertal. In seinen Anfängen war das Publikum (und die meisten Kritiker) irritiert und verstört. Dieses Unverständnis schlug lange Zeit um in Aggressionen. Tumulte im Zuschauerraum waren keine Seltenheit.

Später wurde sie gefeiert und ausgezeichnet in aller Welt: Die Choreografin, in zärtlicher Verehrung von allen nur "Pina" genannt, wird mit allen wichtigen Tanz-, Kultur- und Staatspreisen geehrt. Am 27. Juli hätte die 2009 verstorbene Tanzpionierin ihren 80. Geburtstag gefeiert.

Service

Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

Anne Linsel

Buchtipps:

Anne Linsel: Pina Bausch - Bilder eines Lebens, Edel-Verlag, Hamburg

O-Ton Pina Bausch - Interviews und Reden, Nimbus-Verlag, Schweiz

Gabriele Klein: Pina Bausch und das Tanztheater - die Kunst des Übersetzens, Transcript-Verlag, Bielefeld

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