Radiokolleg
Insektenmonitoring in Österreich. Gefahr durch Parasiten? (1)
Neue Arten, neue Gefahren?
1. Juni 2026, 09:05
Im Frühling ziehen Entomologen und Entomologinnen verschiedener Fachrichtungen los und nehmen Wasserproben, beziehungsweise Proben aus Insektenfallen um festzustellen, welche Insekten ihre Eier abgelegt haben und welche Larven bereits aktiv sind. Damit gewinnen sie Überblick über die Insektenpopulation. Welche neuen Stechmücken sind angekommen? Welche Krankheiten könnten künftig eine Rolle spielen? Sabine Nikolay begleitet Forscherinnen und Forscher und zeigt, wie Insekten-Monitoring zur zentralen Frage der öffentlichen Gesundheit wird.
Seit vielen Jahren wird in intensiver Zusammenarbeit der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Agentur für Ernährungssicherheit, AGES, unter Mitarbeit der Universität Wien ein Insekten-Monitoring durchgeführt. Außerdem gibt es im Auftrag der Gemeinde Wien das City Invaders Project, bei dem speziell Stechmückenarten gesucht werden, damit die Gesundheitsbehörden für eventuelle Krankheitsausbrüche gerüstet sind. Dafür werden die grünen Bewässerungssäcke an Bäumen in Parks und Alleen, in kleinen Neben- und verkehrsreichen Hauptstraßen, in den Randgebieten und im Stadtzentrum untersucht. Denn dort sammelt sich Wasser, in dem Insekten ihre Eier ablegen. Im Frühjahr wird dann gesammelt, danach geht es weiter ins Labor zur Auswertung. Welche Veränderungen gab es in den vergangenen 20 Jahren bei den Insekten - wer kam, wer ging? Welche Krankheiten könnten auf uns zukommen? Sabine Nikolay berichtet im ersten Teil ihrer Serie über die gemeinsame Anstrengung mehrerer wissenschaftlicher Einrichtungen im Namen der Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen.
