Erster Schritt Richtung Entspannung

Die ersten direkten Nahost-Gespräche zwischen Israel und Palästinensern in Washington sind beendet. Und das Ergebnis ist vorsichtige Hoffnung - so könnte man die Stimmung beschreiben. Besonders umstrittene Punkte dürften Palästinenserpräsident Abbas und Israels Ministerpräsident Netanyahu zwar ausgeklammert haben, aber immerhin hat man sich auf einen Fahrplan für weitere Verhandlungen geeinigt.

Bekenntnis zu Zweistaatenlösung

Etwas länger als vier Stunden hat das erste Gespräch zwischen Abbas und Netanyahu gedauert. Von einer konstruktiven Stimmung berichtet der Nah-Ost Sonderbeauftragte George Mitchell: "Beide sowohl Ministerpräsident Netanyahu als auch Präsident Abbas verurteilen jegliche Gewalt gegen Zivilisten und beide bekennen sich zu einer Zweistaatenlösung mit einem existenzfähigen Palästina neben einem sicheren Israel."

Konfliktthema Siedlungspolitik

Mitchell war bei der ersten Gesprächsrunde dabei, ebenso US-Außenministerin Clinton. Danach haben sich Abbas und Netanjahu eineinhalb Stunden unter vier Augen im Büro von Hillary Clinton unterhalten. Dabei soll Abbas vor einem sofortigen Abbruch der Gespräche gewarnt haben, sollte Israel die Siedlungsaktivitäten im Westjordanland nach Ende des verhängten Baustopps am 26. September wieder aufnehmen.

Weitere Treffen fixiert

Netanjahu und Abbas haben laut Angaben des state departments vereinbart, sich künftig im Zwei-Wochen-Rhythmus treffen zu wollen. Der nächste Termin: 14. und 15. September im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich am Roten Meer. Dieser Termin wird wohl von der Frage beherrscht werden, ob Israel das Siedlungsbauverbot verlängert oder nicht. Auch bei diesem Termin will US-Außenministerin Clinton als Vermittlerin dabei sein.

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