Gewerkschaft vida: „Aderlass“ für AUA

Mehr als 300 Personen verlassen die AUA aus Protest gegen die finanziellen Einbußen, die der Zwangsumstieg auf Tyrolean mit sich bringt. Das AUA-Management sagt, dass die Abgänge nicht zu Problemen im Flugbetrieb führen. Die für das Bordpersonal zuständige Gewerkschaft vida spricht hingegen von einem regelrechten Aderlass für die AUA.

Mittagsjournal, 4.6.2012

vida-Chef Rudolf Kaske im Gespräch mit

"Reibungslos" wird es im Sommer nicht werden

Es sei bedauerlich, dass rund ein Fünftel der AUA-Mannschaft geht, sagt vida-Chef Rudolf Kaske. Es handle sich um höchst qualifizierte Mitarbeiter. Dass insgesamt 340 Personen gekündigt haben, sei ein Aderlass, der für die AUA nicht einfach sein wird. Kaske bestätigt Gerüchte, dass das AUA-Management aktiv an jene Mitarbeiter herantritt, die gekündigt haben und diese bittet, im Sommer als Freelancer zu fliegen. "So reibungslos wird es wohl nicht werden", sagt Kaske.

Auch künftig Betriebsversammlungen möglich

Wenn nötig wird es auch in Zukunft weitere Betriebsversammlungen geben, sagt Kaske. Man habe jedenfalls Klagen eingebracht und werde den Rechtsweg beschreiten. Falls notwendig, wird es eine Betriebsversammlung geben. Auf die Frage, ob die Gewerkschaft zu hoch gepokert habe, sagt Kaske: „Die Gewerkschaft pokert überhaupt nicht. Das AUA-Management hat den Kollektivvertrag gekündigt und uns ist es darum gegangen, weiter auf Augenhöhe zu verhandeln.“ Jetzt gebe es die Möglichkeit, einen neuen gemeinsamen Konzernkollektivvertrag zu entwickeln.