Cyber-Katastrophe geprobt

Kein Internet, Mobilfunk tot, Bankomat außer Betrieb. Diese Szenarien sind beim Cybersecurity-Planspiel in Wien durchgespielt worden. Beamte aus dem Innen-, Verteidigungs- und Finanzministerium sowie dem Bundeskanzleramt sind mit einem Internet-Angriff konfrontiert worden. Dabei sind drei wichtige Datenverteiler außer Gefecht gesetzt worden.

Abendjournal, 12.6.2012

Planspiel testet Cyber-Attacke

In einer für Europa bisher einzigartigen Dimension ist von Behörden und Wirtschaftsvertretern der Fall eines wesentlichen Ausfalls der Internetkommunikation in ganz Österreich geübt worden. Ziel der Übung war es, bestmöglich mit der Katastrophe, also dem Ausfall von Internet und Mobilfunknetz, umzugehen. Vor allem die Kommunikation zwischen den Bereichen ist getestet worden. Damit das sogenannte "Cyber-Planspiel" so nah wie möglich an der Realität ist, sind die Experten mit ihren Computern in verschiedenen Zimmern gesessen.

Gesetze versus Selbstverantwortung

Die Auswirkungen für die Cyber-Security sind offen, sagt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner von der ÖVP: "Das ist ein Prozess, in dem wir uns derzeit befinden, wo sich zweifelsohne die Frage stellt, wie viel an Gesetzen brauchen wir und wie greift hier die Selbstverantwortung der Wirtschaft, der betroffenen Betriebe und Personen."

Ergebnisse Ende Juni

An dem Planspiel haben an die 70 Spieler aus den jeweiligen Ressorts und der Wirtschaft teilgenommen. 80 Experten haben den Verlauf beobachtet. Über die konkreten Auswirkungen und Ergebnisse herrscht absolute Verschwiegenheit. Die Ergebnisse sollen erst beim KSÖ-Sicherheitskongress am 28. Juni präsentiert werden.

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