Lehrerdienstrecht: Neuer ÖVP-Vorschlag

Die ÖVP wartet heute mit einem neuen Vorschlag zum Lehrerdienstrecht auf: Ein einheitliches Dienstrecht für alle Lehrer soll es in sechs Jahren geben: Denn dann sei auch die Ausbildung einheitlich. Bis dahin soll es eine Übergangsregelung mit unterschiedlichen Gehältern für Lehrer an höheren Schulen und an Pflichtschulen geben.

Mittagsjournal, 11.6.2013

Spindelegger: Übergangslösung

ÖVP-Obmann Michael Spindelegger hat am Dienstag nach dem Ministerrat klargestellt, dass auch er für einheitliche Gehaltstabellen für Lehrer ist, sobald die gemeinsame Pädagogenausbildung ihre Wirkung entfaltet. Das ÖVP-Konzept, das weiter unterschiedliche Gehaltstabellen nach Schultyp vorsieht, sei demnach nur eine Lösung für die kommenden sechs Jahre. Wenn danach die ersten Absolventen der gemeinsamen Ausbildung an die Schule kämen, sei auch er für eine gleichwertige Entlohnung.

Die Position Spindeleggers entspricht jener des Vorsitzenden der Pflichtschullehrergewerkschaft und Chefverhandlers auf Dienstnehmerseite, Paul Kimberger (FCG). Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) hatte hingegen vor dem Ministerrat noch anders geklungen, als sie meinte, es gebe eben einen Unterschied zwischen einer Handarbeitslehrerin in einer Volksschule und einem Technik-Lehrer in der HTL.

Faymann für gleiche Bezahlung

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) pochte jedenfalls darauf, dass eine gemeinsame Ausbildung auch zu einer gleichen Bezahlung führen müsse. Dass man sich in der Koalition trotz zuletzt unterschiedlicher Positionen einigen wird können, hält der SPÖ-Chef für möglich. Die Chancen seien intakt. Auch Spindelegger wandte sich dagegen, nun Differenzen in den Vordergrund zu spielen. Man solle nicht gleich auf allem herumtrampeln, wenn das kleine Pflänzchen erst zu sprießen beginne. (Text: APA, Red.)