Kaske (AK): Preisabsprachen strenger bestrafen

Als Hauptgrund für die steigenden Preise in Österreich sieht die Arbeiterkammer (AK) Preisabsprachen des Handels und der Lieferanten. Die AK habe da den Druck erhöht, und das habe die Bundeswettbewerbsbehörde veranlasst, in vielen Fällen tätig zu werden, so AK-Präsident Rudolf Kaske im Ö1-Interview. Für die Zukunft fordert er, dass die Verfahren dieser Behörde öffentlich und die Strafen höher sind.

Mittagsjournal, 24.7.2013

Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske im Gespräch mit Astrid Petermann.

"Druck aufbauen"

Dass die Kompetenzen der Wettbewerbsbehörde noch nicht ausgeweitet worden sind, führt Kaske darauf zurück, dass die SPÖ nicht allein regiere, sondern "mit der Wirtschaftspartei" ÖVP in einer Koalition. Wobei Kaske hervorhebt: "Ich bin nicht die SPÖ". Er sehe sich als Anwalt der Arbeitnehmerinnen und -nehmer und werde Druck aufbauen, dass noch mehr vorangehe. Man werde sich im Herbst auch mit den Vertretern des Handels zusammensetzen und "Argumente austauschen, und dann schaumer mal." Über die Kampagne des Lebensministeriums gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln sei man mit dem Ministerium im Gespräch, so Kaske.

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