Aufregung um BAWAG-Auslagerung
In der BAWAG P.S.K. gibt es Aufregung um die Auslagerung von 130 Mitarbeitern. Die Bank will nächstes Jahr eine eigene Firma gründen, die für die Abwicklung von Krediten zuständig ist. Der Betriebsrat befürchtet, dass die betroffenen Mitarbeiter dabei schlechter gestellt werden.
8. April 2017, 21:58
Abendjournal, 18.11.2013
Auslagerung wegen Nachfrage
Die betroffenen 130 Mitarbeiter der BAWAG sind am Montag informiert worden. Sie sollen in Zukunft in einer neu gegründeten Firma arbeiten und dort die Kredite der Bank abwickeln. Die BAWAG begründet diesen Schritt mit der steigenden Nachfrage nach Krediten - allein die Hypothekar-Kredite hätten heuer um 40 Prozent zugelegt. Deswegen würde es oft mehrere Tage dauern, bis jemand Bescheid bekomme, ob die Bank die Finanzierung übernimmt.
Mit der neuen Tochterfirma soll das schneller gehen. Außerdem wolle man in Zukunft auch anderen Banken anbieten, deren Kredite für sie abzuwickeln.
Für Betriebsrat inakzeptabel
Der Betriebsrat fühlt sich überrumpelt. Man habe erst am Freitagnachmittag davon erfahren. Man befürchtet, dass die betroffenen Mitarbeiter in Zukunft zu schlechteren Bedingungen arbeiten müssten. Man werde es nicht hinnehmen, dass diese in den Gewerbekollektivvertrag ausgelagert würden, heißt es in einem internen Schreiben.
Es sei inakzeptabel, dass bei jenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gespart werde, die ohnehin schon relativ wenig verdienen, hieß es weiter.
Das BAWAG-Management will sich in dieser Hinsicht noch nicht festlegen, die Verhandlungen mit dem Betriebsrat würden erst beginnen.
