Davide Luciano (Don Giovanni), Ensemble

SF/RUTH WALZ

Salzburger Festspiele

"Don Giovanni"-Premiere live

Mit Jubel für Nadezhda Pavlova (Donna Anna) und Teodor Currentzis am Pult seines musicAeterna Orchestra ging die erste Opernpremiere der Salzburger Festspiele am Montag über die Bühne: Mozarts "Don Giovanni" neuinterpretiert von Kultdirigent Currentzis und Regiemystiker Romeo Castellucci. Ö1 übertrugt live aus dem Großen Festspielhaus.

Mit Davide Luciano (Don Giovanni), Vito Priante (Leporello), Nadezhda Pavlova (Donna Anna), Michael Spyres (Don Ottavio), Federica Lombardi (Donna Elvira), Mika Kares (Il Commendatore), Anna Lucia Richter (Zerlina), David Steffens (Masetto), musicAeterna Choir; musicAeterna Orchestra; Dirigent: Teodor Currentzis.

Es war die 218. Aufführung von "Don Giovanni" im Rahmen der Salzburger Festspiele. Insgesamt haben die drei Mozart/Da Ponte-Opern "Le Nozze di Figaro", "Cosí fan tutte" und "Don Giovanni" dort eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1922 zurückreicht. Viele Inszenierungen, große Interpreten und berühmte Dirigenten haben die Salzburger Aufführungsgeschichte der letzten 99 Jahre geprägt.

  • Vito Priante (Leporello), Mika Kares (Il Commendatore), Davide Luciano (Don Giovanni), Ensemble

    Vito Priante (Leporello), Mika Kares (Il Commendatore), Davide Luciano (Don Giovanni), Ensemble

    SF/RUTH WALZ

  • Nadezhda Pavlova (Donna Anna), Federica Lombardi (Donna Elvira)

    Nadezhda Pavlova (Donna Anna) und Federica Lombardi (Donna Elvira)

    SF/MONIKA RITERSHAUS

  • Anna Lucia Richter (Zerlina), Vito Priante (Leporello)

    Anna Lucia Richter (Zerlina), Vito Priante (Leporello)

    SF/RUTH WALZ

  •  Michael Spyres (Don Ottavio), Nadezhda Pavlova (Donna Anna)

    Michael Spyres (Don Ottavio), Nadezhda Pavlova (Donna Anna)

    SF/RUTH WALZ

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Die diesjährige Titelpartie singt der italienische Bariton Davide Luciano. Ihm stellt Regisseur Romeo Castellucci 150 Frauen aus Leporellos berühmter "Registerarie" gegenüber, 150 Statistinnen, die symbolisch für die Tausenden stehen, die Don Giovanni erobert, und über die Leporello akribisch Buch geführt hat. Neben Chor und Tanzstatisterie wurden dafür Frauen jeglichen Alters und unterschiedlicher Herkunft ohne besondere Vorkenntnisse gesucht, die einmal Bühnenluft schnuppern und an einer großen Produktion mitwirken wollen. Ö1 hat sich mit zwei von ihnen unterhalten und sich ihre Eindrücke von der Arbeit auf und hinter der Bühne schildern lassen.

Ensemble

SF/MONIKA RITERSHAUS

Der Philosoph, Buchautor und frühere deutsche Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin ist überzeugt: "Der moderne Mensch kann nicht ohne Utopie leben, andererseits wird er durch den Utopismus gefährdet. Ein pragmatischer Humanismus ist die Alternative in unübersichtlichen Zeiten. Zum einen spielte schon bei der Gründung der Salzburger Festspiele die Utopie des Friedens eine Rolle, zum anderen stellt sich inmitten einer der großen Menschheitskrisen die Frage nach einer besseren Welt besonders dringlich."

Die Eröffnungsrede zum Nachhören:

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ORF.at - Revolution hinter dem FFP2-Vorhang

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