Praxis - Religion und Gesellschaft

Praxis - Religion und Gesellschaft

Arabischer Frühling, Makkabi-Spiele, Zölibat: 2011 im Rückblick

1. Politologe befürchtet "islamistischen Winter"
2. Japan: Über die Bedeutung von Religion nach Fukushima
3. Die Islamische Glaubensgemeinschaft hat gewählt
4. Zum ersten Mal in Wien: die jüdischen Makkabi-Spiele
5. Margit Hauft über den "Aufruf zum Ungehorsam
6. Vom Recht auf´s Nudelsieb: Die Pastafari-Religion

Arabischer Frühling, Makkabi-Spiele, Zölibat: 2011 im Rückblick

1. Politologe befürchtet "islamistischen Winter"

Der Arabische Frühling werde keine Demokratien nach westlichem Vorbild hervorbringen. Zu diesem Schluss kommt der Politologe und liberale Muslim Bassam Tibi nach den klaren Wahlsiegen islamistischer Parteien in Tunesien und Ägypten. Er warnt jetzt vor einem sehr frostigen "islamistischen Winter" in der arabischen Welt. - Gestaltung: Markus Veinfurter

2. Japan: Über die Bedeutung von Religion nach Fukushima

Erst im Dezember, ein dreiviertel Jahr nach der Atomkatastrophe in Japan, hat die japanische Regierung erklärt, das Atomkraftwerkt Fukushima unter Kontrolle zu haben. Für die vollständige und sichere Abschaltung des von Erdbeben und Tsunami schwer beschädigten Atomkraftwerks plant die japanische Regierung allerdings 40 Jahre ein. Andreas Mittendorfer ist anlässlich der Katastrophe der Frage nachgegangen, welche Rolle bei der Krisenbewältigung Religionen spielen, in einem Land, das vor allem durch den Buddhismus und den Shinto geprägt ist. - Gestaltung: Andreas Mittendorfer

3. Die Islamische Glaubensgemeinschaft hat gewählt

Fuat Sanac ist im Sommer dieses Jahres zum neuen Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft gewählt worden. Der Wahlreigen hat mehrere Monate lang gedauert. Schließlich ist der in der Türkei geborene Ex-Boxer Sanac als Nachfolger von Anas Shakfeh festgestanden. Der 57-jährige plädiert für ein verstärktes Miteinander von Muslimen und Nicht-Muslimen in Österreich. - Gestaltung: Andreas Mittendorfer

4. Zum ersten Mal in Wien: die jüdischen Makkabi-Spiele

Bei der größten jüdischen Sportveranstaltung der Welt kommen 2.000 Sportler und Sportlerinnen alle vier Jahre in Israel und zeitversetzt dazu auch in Europa zu Wettkämpfen zusammen - heuer im Sommer erstmals in Wien. Der österreichischen Delegation haben 190 Personen angehört. Bekanntester Teilnehmer war der Schwimmer Maxim Podoprigora. Die Makkabi-Spiele sind ein sportliches Ereignis von Weltrang. - Gestaltung: Judith Fürst

5. Margit Hauft über den "Aufruf zum Ungehorsam"

In der römisch-katholischen Kirche haben sie für gehörigen Wirbel gesorgt: Die römisch-katholischen Pfarrer rund um den ehemaligen Caritaspräsidenten Helmut Schüller mit ihrem "Aufruf zum Ungehorsam". Darin ist u.a. schriftlich festgehalten, dass wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion nicht mehr verweigert wird. Wie wird der Aufruf zum Ungehorsam von engagierten Katholikinnen und Katholiken bewertet? Dazu hat Roberto Talotta mit Margit Hauft, der Vorsitzenden der Katholischen Frauenbewegung Österreichs gesprochen. - Gestaltung: Roberto Talotta

6. Vom Recht auf´s Nudelsieb: Die Pastafari-Religion

Religiöse Phänomene und Weltanschauungen gibt es ja viele auf der weiten Welt, aber mit der Idee einer Gottheit, die als Spaghettimonster die Welt erschaffen haben soll, kann man doch so einiges an Aufmerksamkeiten auf sich ziehen. Da heißt es zum Beispiel auch, dass alle Hinweise auf eine Evolution von eben diesem Nudelwesen bewusst gestreut worden sind, um die Menschen zu verwirren. Und an der Erderwärmung sei das Aussterben der Piraten schuld. Die "Kirche vom fliegenden Spaghettimonster" ist gegründet worden als Religionspersiflage und als Kritik an fundamentalistischen religiösen Strömungen, die vor allem in den USA recht verbreitet sind. - Gestaltung: Alexandra Mantler-Felnhofer

Moderation: Sandra Szabo

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