"Capri Fischer"

Ricci Bock & Die Schwestern der Nacht

Das Radio als grenzenloses Live-Medium und endlose Jukebox ist ein großer Mythos und Sehnsuchtsort der populären Kultur. Von „Garantiert Sendeverbot“ zu „Endlich im Radio“: Irgendwer wird schon zuhören, weil immer irgendwo ein Radiogerät eingeschaltet ist. Völker, hört die Signale!

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0 07.07.2020

ABSTANDS_VER.DICHTUNGEN

ANNA-MARIA ZETTL

Ein lyrisches Experiment / ein Kanon / ein Chor / ein gemeinsames „Gebet“ / ein Mantra - gesprochen von 3 Personen, räumlich getrennt, weit entfernt und doch verbunden über gemeinsam "Erfühltes" und das erlesene Wort. *** „Trotz Abstand liegen unsere Worte verdichtet am äußersten Rand unseres Seins.“ *** VER.DICHTUNGEN *** ängstlich diesen abstand halten. hinhalten. fernhalten. aushalten. weghalten. atmen. sich retten vor der zeit. stillgestanden mitten drin im sog. du warst meine insel ... mein nicht alltägliches brot. *** sieht man den zeiten die wende an? bewegt sich im stillstand die welt nur am äußersten rand? passiert das alleinsein oder muß man es tun ... mein haar ist zerschnitten. ohnmächtig treib ich. haltlos. entwurzelt. in die enge der isolation. *** nicht heimat ich. ist heimat nicht. nicht ist wer ich bin. bin ich nicht? heimatlos? heim bin ich. nicht mehr ist: ich. *** rot über rot über schwarz hinter grau. zwischen weiß ein orange und stahlhartes blau. i...

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1 07.07.2020

Ancient Work

Hannah Ellul + Rebecca Wilcox

A collaborative piece made at a distance, where near-misses in understanding proliferate. The sounds are marked by a disorientation, a stuttering, syncopating, or detaining, where the voice is made multiple and diffuse

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3 10.07.2020

Antena Arecibo

Globular Cluster Entertainment

Zur Verzweiflung bringt mich die provozierende Dieselbigkeit der Dinge bisweilen, das Gnomisch Gegenwärtige scheint kein Außen zu kennen, erlernte Menschenscheu tut ein Übriges. Das Radio salbt mir das Leben: kindness, generosity & style. Zwischen den Wellen spricht es zu mir von überallher. Wo ein Sender, da auch ein Weg, nach draußen, den Signalen nach. Die Lyrikerin Monika Rinck liest aus ihrem Begriffsstudio. Die Literaturwissenschaftlerin Judith Kasper verfertigt Gedanken.

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5 10.07.2020

Article me

Thomas Havlik

Soundpoetisches „Lied der Menschenrechte“ - bestehend aus den Wörtern „Würde“ „alle“, „Artikel“, „Menschen“, „me“, „be“, sowie aus den Ziffern „1-20“. - ausgewählte Sprachpartikel interferieren, bilden Lautgruppen, auditive Irritationsinseln und Rhythmen, die je nach Hörsituation zu Hörsituation entweder als Aufforderung, Stimmung oder bloße kompositorische Klänge wahrgenommen werden können; der Einzelne und die Vielen, Wir und Sie, Kommunikation und Nichtkommunikation, Verstehen und Verständnislosigkeit. Partitur, eingesprochen via text-to-speech-programm, und Audiobearbeitung Thomas Havlik - geboren 1978, geboren in Scheibbs/NÖ, lebt und arbeitet in Wien. Mitglied der GAV - Grazer Autoren Autorinnenversammlung. Autor, Sound- und Performancedichter, arbeitet an den Grenzen zwischen Lyrik, Sound- Visual- und Performance(sprach)kunst. Zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften, Text- und Audioanthologien, im Rundfunk, auf der Bühne, als Buch, auf...

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3 09.07.2020

Baba (feat. Frances Cat)

Abby Lee Tee

Dialog mit Ricco – Versuch 1 / 5.5.2020 / 48.310613, 14.261330

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4 10.07.2020

Beziehungspoesie

Alexandra Martinetz

Das Bedürfnis, sein Gegenüber verstehen zu wollen, ist groß. Oft glauben wir, durch Taten und Gesten sei alles gesagt, somit bleiben viele Nachrichten unausgesprochen. Wir leisten und lernen viel in Beziehungen, jedoch können auch Zweifel und die Angst, verletzt und verlassen zu werden, auftauchen. Die Hoffnung besteht, dass sich unser Bemühen und die Investitionen lohnen werden. Es können sich viele Türen öffnen, wenn man Dankbarkeit für vermeintlich selbstverständliche Dinge ausspricht. Man gelangt an einen Punkt, an dem man durch die graue Wolkendecke blicken und sein Gegenüber sowie deren Taten wieder wertschätzen kann.

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1 29.06.2020

Colonial War and Mental Disorders

Meira Asher, Dave Phillips, Eran Sachs

This piece is part of an extended work based on the book “The Wretched of the Earth” by Frantz Fanon. The book analyses the Complexity of Colonialism and presents the necessary need for a violent struggle to end occupation. In his book, Fanon deals, among other things, with the influence of colonialism on the mental condition of both colonisers and colonised. Colonialism is a disease of reality itself. The disease as a condition rearranges reality according to distorted principles, which we find hard to understand to the core. From the cases that Fanon presents and analyses in his book, we have extracted fragments that reflect these distortions. Here is case #3: "So why are there only Algerians in prison? How do you explain that?..." "...We were not angry with him. Every Thursday we used to go and hunt together with a slingshot up on the hill behind the village. He was our best friend. He had left school because he wanted to become a mason like his father. One d...

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1 10.07.2020

Corona Bubble

Helmut Hostnig

Collage aus Begriffen und Nennformgruppen über Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona

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96 10.07.2020

Corona ist Großartig

Sam Beklik

Corona ist Großartig Radio Kunst ist ein experimentelles Projekt, dass Isolation und Digitalisierung präsentiert. Das Kunstwerk, dass ein 3-monatiges Wochentagebuch von wenigen verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Charakteren, Kulturen und Sprachen darstellt, aber in einer globalen Situation, der Isolation und Umgang mit einer völlig unerwarteten neuen Form des Alltags und des Umgangs mit Trauma, Hoffnung, Angst und Eintritt in eine transformierte digitale Welt in der sogar Talkradio-Moderatoren durch eine digitale Version ihrer selbst ersetzt wurden. Erzähler: Die Audioarbeit, die einen regulären Morgenstart eines Krankenpflegers darstellt, bevor er sein Zuhause verlässt. Welcher wegen seiner Arbeit im Krankenhaus in der Quarantänezeit arbeiten muss und mit vielen mentalen Belastungen und gesundheitlichen Risiken zu kämpfen hat.

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0 30.06.2020

Crown XXIII

Zahra Mani & Roberto Paci Dalò

Crown XXIII reflektiert die abstrakten Stimmen von Alltagsgeräuschen, Instrumenten und Klangobjekten in einem gemeinsamen Dialog, der diverse Schichten der Wahrnehmung gegenüberstellt Roberto Paci Dalò hat Crown als Corona-Projekt initiiert und hat in der ersten Phase über 30 Tage jeden Abend mit MusikerInnen aus der ganzen Welt im Duo über Live-Streams gespielt, die simultan im Usmaradio ausgestrahlt wurden. Crown XXIII besteht aus Feldaufnahmen, Instrumenten und Geräuschen von Klangobjekten, die Roberto Paci Dalò und Zahra Mani live aus ihren Studios in Rimini und Istrien erzeugten. Feldaufnahmen, die im Zusammenspiel neu kontextualisiert werden und neue Signifikanzen bekommen, treffen auf den Klängen von verstärkten Alltagsgegenständen, die während des Spiels zum Klingen gebracht wurden. So wird Manis Puls, die sie mittels Ultraschall aufgenommen hat, in einem rhythmischen Klopfen von Paci Dalò reflektiert und musikalisch übersetzt. Solche sonische Momente mischen sich mit den...

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1 10.07.2020

Curse Of Recursion

R · o · n · i · a

Die Rekursion, wird durch auditive Wiederholung dargestellt. Die potenziell unendliche Schleife, die zum Fluch wird, symbolisiert beispielsweise Gedanken, die sich rekursiv im Kopf winden, Handlungsmuster, usw. Besonders auffallend waren diese ständigen Wiederholungen, durch die Isolation im Zuge von Covid-19, wo das Sound-Stück auch entstanden ist.

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0 24.06.2020