Dimitré Dinev

APA/ROBERT NEWALD

Dinev, Engel der Einwanderer

"Tonspuren"-Sommerserie: Ich selbst, von außen betrachtet
Engel der Einwanderer. Der in Wien lebende bulgarische Schriftsteller Dimitré Dinev. Von Eva Schobel

Nach Österreich kam Dimitré Dinev 1990. Als Flüchtling sei er "ins Land hereingekrochen", unter tschechisch-österreichischen Stacheldrahtzäunen hindurch. Er erlebt das typische Flüchtlingsschicksal, zuerst Traiskirchen, dann Wien, wo er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Daneben studiert er Philosophie und Slawistik. Im Jahr 2000 erscheint seine Kurzgeschichte "Ein Licht über dem Kopf", 2001 der Erzählband "Inschrift". Und 2003 schafft er den literarischen Durchbruch mit seinem vielgelobten Debütroman "Engelszungen".

Zwei Einwanderer aus Bulgarien stehen vor dem finanziellen Ruin. Sie leben in Wien, doch der jahrelange Überlebenskampf war vergeblich. Letzte Hoffnung ist ein Serbe namens Miro. Das Problem ist nur: Miro ist tot, begraben unter einer Engelsstatue auf dem Wiener Zentralfriedhof. Doch selbst als Toter versteht er es zu helfen, so heißt es zumindest in Immigranten-Kreisen, wo Miro den Status eines Engels der Flüchtlinge besitzt.

Sendereihe

Übersicht