Übersicht Zwischen Trümmern und Neubeginn

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1. Erlebnisse in den letzten Kriegswochen
Illi-1
Auszuge aus der Geschichte meiner Familie, die ich als Zeitzeuge (geboren 1933) für meine Kinder und Enkel geschrieben habe, um die Lebensumstände in früheren Zeiten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. 1. Teil.
1933 geboren verbrachte ich die Kriegs- und Nachkriegszeit zusammen mit meiner ältere Schwester und meinem dreijähriger Bruder bei meinen Eltern, in einer Mietwohnung in Leoben wohnend. Wenn ich an diese frühe Zeit zurückdenke, dann fallen mir vor allem die häufigen Fliegeralarme ein, die viele Zeit, die wir im Luftschutzkeller verbrachte. Auf Leoben fielen aber keine Bomben, wohl aber hörten wir oft die auf Graz zufliegenden Flugzeuge. Der heute bei Feueralarm gegebene Sirenenton, der den Fliegeralarm einleitete, berührt mich heute noch unangenehm. Ich war nicht begeistert, immer wieder nachts aus dem warmen Bett geholt zu werden, aber man nahm es als selbstverständlich hin, wir Kinder kannten es nicht anders. Rückblickend zeigt es mir, dass sich der Mensch an von ihm nicht zu beeinflussende Umstände gewöhnen kann. So hatte ich auch keine Angst, dass etwas Schreckliches passieren könnte. Das Schicksal, ausgebombt zu werden oder wie es vielen anderen damals erging,...
weiterlesensonstiges Steiermark 22. April 2025
Heimweh als Internatsschülerin der Blindenschule
Inge Ungerböck, Jahrgang 1939
1939 geboren und aufgrund eines angeborenen grauen Stars fast blind, kam Inge Ungerböck 1946 in die Blindenschule im 19. Bezirk in Wien, da das Blindeninstitut im 2. Bezirk noch völlig zerstört und ausgebrannt war. Inge U. kam damals ins Internat, die Zustände dort zur damaligen Zeit beschreibt sie als "ganz schlimm, katastrophal". Im Internat litt sie unter Heimweh, da sie stark an ihre Mutter gebunden war. In der Blindenschule waren auch viele Kinder, die beim Spielen furchtbare Unfälle durch Minen erlitten hatten, und dadurch ihr Augenlicht verloren hatten.
weiterlesensonstiges Wien 21. April 2025
"Sie Znaimer Gurkn!", "Sie foaste Nudel!"
Helmut Friedrichsmeier, Jahrgang 1944
Wortgefechte mit den Einquartierten Die Amerikaner waren die ersten Einquartierten bei uns in der Bad Ischler Sommervilla meines verstorbenen Großvaters. Ich hab das spannend gefunden, diese Soldaten in Uniform bei uns zu haben. Meine junge Mutter war auch interessiert am Kontakt. Und das hat meine Großmutter verurteilt: Was werden die Leute sagen! Bald darauf mussten wir eine Flüchtlingsfamilie aus der Brünner Gegend in unserer Villa aufnehmen. Das war natürlich nicht das, was meine Großmutter wollte; die Amerikaner hatten noch einen gewissen Status verliehen. Mich hat es gefreut, weil ich als einen Spielkameraden hatte, während meine Großmutter sich bald mit der Frau dieser Flüchtlingsfamilie verfeindet hat. Meine Großmutter hat immer gesagt: Sie Znaimer Gurkn! Znaim war ja eine Gemüsezucht Gegend. Und die Frau aus Südmähren hat gesagt: Sie foaste Nudel! Meine Großmutter war ja nicht ganz schlank. An solche Wortgefechte kann ich mich erinnern. Die sind dann auch nach einei...
weiterlesensonstiges Oberösterreich 21. April 2025
Haft wegen NSDAP-Parteibuch im Kohlenkeller
Hr. Koitz
Ich erzähle die Geschichte meiner Lebensgefährtin, Jahrgang 1927, und die ihrer Mutter: Es war überall Vernaderung. Am 11. August 1945 ist die Mutter meiner Lebensgefährtin nicht mehr nach Hause gekommen. Die Mutter wurde von neidischen Nachbarn im Matteottihof im 5. Wiener Gemeindebezirk wegen ihrer seinerzeitigen Parteizugehörigkeit zur NSDAP angezeigt, weil diese zu einer Gemeindewohnung kommen wollten. Die schlimmste Erfahrung machte aber die Mutter mit ihrer Schwägerin. Um zu einer Wohnung zu kommen, verriet die Schwägerin den Behörden, dass sich das Parteibuch der Mutter im Kohlenkeller in einem Müllsack befindet. Sie hatte es, im Gegensatz zu den meisten, nicht sofort weggeworfen. Dabei hatte sich die Mutter nie politisch betätigt, im Gegenteil, sie hat als Straßenbahnschaffnerin schwer gearbeitet im Zweiten Weltkrieg (...) Erst eineinhalb Jahre später kam die Mutter meiner Lebensgefährtin frei, und zwar aus dem Grund, weil die Gerichtsbarkeit langsam arbeitete und we...
weiterlesensonstiges Wien 20. April 2025
sonstiges Niederösterreich 19. April 2025
sonstiges Niederösterreich 19. April 2025
Das schreckliche Bratöl
Herbert Izbicki
Rauch und beißender Qualm beim Braten in der Küche
weiterlesensonstiges Niederösterreich 19. April 2025
sonstiges Niederösterreich 19. April 2025
Mit Otto v. Habsburg auf illegaler Fahrt
Marlene Poscher, Jahrgang 1941
1948 hat mich meine Mutter aus Bregenz, wo ich Verwandte hatte, abgeholt. Sie musste mit mir nach Innsbruck fahren, sodass ich rechtzeitig in die Schule komme. Damals war es noch schwierig, weil die Bahn nicht so regelmäßig gefahren ist. Meine Mutter ist dann zu Gebrüder Weiß Transporte gegangen und hat gefragt, ob es eine Mitfahrgelegenheit gäbe. Wir durften dann mit diesem riesigen Lastwagen mitfahren. Bei der Hinauffahrt auf den Arlberg ist der Lastwagen zusammengebrochen. Jetzt ist meine Mutter mit dem kleinen Kind da gestanden, und es hat ja kaum Personenverkehr gegeben. Und sie hat gesagt, sie probiert halt Autostopp zu machen, und dann kommt von irgendwo ein Auto daher. Es war ein weinroter Personenkraftwagen mit zwei Herren drinnen. Der hat glatt gestoppt, und der Chauffeur hat seinen Beifahrer gebeten, dass er sich nach hinten setzt. Meine Mutter konnte vorne einsteigen und ich bin hinten bei dem anderen Herren gesessen. Zu dieser Zeit damals konnte ich kaum im Auto mit...
weiterlesensonstiges Tirol 18. April 2025
Großmutter für Zwangsarbeiter Kartoffel gekocht
Herr Paukowich, Jahrgang 1935
Meine Großmutter hat im Hof auf sogenannten Futterdämpfern (...) das waren freistehende Öfen, Kartoffeln gekocht, einen Kessel voll, und hat den Kessel umgeschwenkt und die Kartoffeln sind raus. Und die Zwangsarbeiter sind, im Winter war es schon finster, geschwind rein in den Hof und haben sich.. also wirklich wie die Tiere vor Hunger drübergestürzt und haben die Kartoffeln gegessen. Also das habe ich als junger Jugendlicher erlebt.
weiterlesensonstiges Burgenland 18. April 2025
Neue Verwendung der Nazi-Appellhallen
Franz Schindl
Franz Schindl wird DJ und lernt zu feiern
weiterlesensonstiges Wien 15. April 2025
Verstorbene Häftlinge im Schnee
Franz Schindl
Franz Schindl erinnert sich an das Lager in seiner Nähe
weiterlesensonstiges Wien 15. April 2025
Volksschule in der NS-Zeit und im Austrofaschismus
Herbert Grünwald
Herbert Grünwalds Klassenkollege mit dunkler Haut
weiterlesensonstiges Wien 15. April 2025
Der schwerste Bombenangriff auf Wien
Herbert Grünwald
Herbert Grünwald beobachtet die Flieger am 12. März 1945
weiterlesensonstiges Wien 15. April 2025
Der schwerste Bombenangriff auf Wien
Herbert Grünwald
Herbert Grünwald erlebt den Bombenangriff am 12. März 1945
weiterlesensonstiges Wien 15. April 2025