Herwig Kempinger zum Verkauf der Essl-Sammlung

Die Verhandlungen rund um den Verkauf der Kunstsammlung Essl haben noch nicht begonnen und schon mehren sich die Unkenrufe: eine Katastrophe für den Kunstmarkt, zu viele Lücken in der Sammlung, zu wenig Spitzenwerke. Um zu erfahren, was die Bildenden Künstler Österreichs über die Angelegenheit denken, hat Sabine Oppolzer Herwig Kempinger, den Präsidenten der Wiener Secession vor das Mikrofon gebeten.

Außenansicht des Essl Museums

(c) APA/HERBERT PFARRHOFER

Kulturjournal, 27.03.2014

Was aus den Werken der Kunstsammlung Essl in Klosterneuburg werden soll, das ist derzeit völlig ungewiss. Die finanziell stark angeschlagene Sammlerfamilie möchte ihr Lebenswerk der Republik verkaufen. Kommenden Mittwoch gibt es erste Gespräche. Aus Niederösterreich waren heute allerdings schon klare Worte zu hören und zwar von Landeshauptmann Erwin Pröll, der nicht an einem Kauf der Sammlung Essl interessiert ist.

Die Verhandlungen rund um den Verkauf der Kunstsammlung Essl haben noch nicht begonnen, aber tendenziell ist die Wahrscheinlichkeit, einen Käufer für die gesamte Kollektion zu finden, eher gering. Es gibt viele Lücken in der Sammlung und relativ wenig Spitzenwerke, sagen Expertinnen und Experten. Die Aufregung ist groß.

Herwig Kempinger, der Präsident der Wiener Secession, hat in einer Aussendung heute Vormittag die Sorgen der Künstler und Künstlerinnen kundgetan: „Es ist zu befürchten, dass ein Ankauf der Sammlung Essl die budgetäre Situation auf Jahre hinaus zementiert oder noch weiter verschlechtert.“

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