Mikrofon im Hörspielstudio

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Wahl zum Hörspiel des Jahres

25 Mal bereits hat das Ö1 Publikum Geschmack, Kompetenz und politisches Feingefühl bewiesen. 25 Mal bereits haben die Hörerinnen und Hörer von Ö1 ihr Hörspiel des Jahres gewählt.

Auch heuer können Sie aus den Erstsendungen des Jahres 2018 Ihr Hörspiel des Jahres bestimmen. Einsendeschluss ist der 10. Jänner 2019, Hörbeispiele und weiterführende Links finden Sie am Ende dieses Artikels.

Das Hörspieljahr 2018

Ein Blick auf die 23 Neuproduktionen des Jahres 2018 zeigt das inhaltliche und formale Spektrum des Genres "Hörspiel": Es finden sich hier Hörspielfassungen von Theaterstücken wie Ayad Akhtars Erfolgsstück "The Who and the What" (u.a. mit Peter Simonischek) oder Felix Mitterers "Märzengrund" (aufgenommen an Originalschauplätzen im Zillertal) ebenso wie die radiophone Umsetzung von Franz Grillparzers autobiografisch geprägter Novelle "Der arme Spielmann" oder Gabriele Kögls Bericht einer Mutter in "Höllenkinder".

"Aneurysma" von Stefan Weber ist ein Hörstück über Wahrnehmungen und Erfahrungen unter dem Einfluss von Morphium (das am besten mit Kopfhörern gehört werden sollte), "Wendy Pferd Tod Mexiko" ist ein dichtes Klangcomic von Natascha Gangl, Maja Osojnik und Matija Schellander.

Hommage an Schubert

Mit "Das unbestechliche Muster der Ekstase" hat Friederike Mayröcker eine Hommage an Franz Schubert geschaffen (inszeniert von Otto Brusatti), "Weil immer das Meer vor der Liebe ist" ist eine "Elegie für und nach Hertha Kräftner" von Jürg Amann mit Burgschauspielerin Sylvie Rohrer als Hertha Kräftner.

In "Ich sage es hier auf Tonband, damit alle mich hören können" von Nadine Kegele erzählen Frauen heute über ihr Leben, "Manifest 53 / Hymnen wider die Mittellage" von FALKNER berichtet von einer Welt, in der die Menschen offenbar in großer Angst vor einem "Drachen" leben.

Friederike Mayröcker

Friederike Mayröcker

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Kochen auf der Raumstation

Lisa Spalt bietet mit "Das Institut" eine poetische Alltagsverbesserung an, während Silly Conductor und Dorothee Frank in "Was Utopie ist" auf eine elektro-philosophische Odyssee entführen und Mariola Brillowska in "Die Kochastronautin" Köstlichkeiten auf der Raumstation ISS kredenzt.

In Dieter Sperls "Aus meinem Leben" werden berührende Geschichten miteinander verwoben und "In diesem Augenblick" von Alexander Stankovski und Xaver Bayer zieht ein ganzer Tag in Form eines konzertanten Hörspiels vorbei. Sabine Scholl und Angélica Castelló erzählen eine Liebesgeschichte als Hommage an der Radio, an die Stimmen, an den Staub, an die Klänge und die Zwischenklänge in "radio: staub und zähne".

Durch Wörter flanieren

Die Autorinnen Petra Ganglbauer und Sophie Reyer "flanieren" gemeinsam durch Wörter und Sätze, eine ähnliche Methode wenden in "Kaleidoskop der Elemente" Patricia Brooks und Judith Nika Pfeifer gemeinsam mit Jörg Piringer an. Nayarí Castillo, Reni Hofmüller, Miriam Raggam, Hanns Holger Rutz vermessen die Stadt akustisch in "Mäanderungen".

Peter Pessl beschreibt in "Das Frauenunglück - Aberträume von Wesen und Welt" Aberlandschaften und setzt sich mit den Exzessen, Verwüstungen und den Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges intensiv auseinander. In "Lexit" rückt Caroline Hofer die Lebenswelt der Generation rund um die Mitte Dreißig Jährigen in den Mittelpunkt. Und Martin G. Wanko lehnt sich in "Böse Samen" an die Tradition des Volksstücks an und kreiert eine Welt zwischen Beziehungskrisen und Existenzsorgen. Egon A. Prantl klagt in seinem Kammerhörspiel "Schande.Blut.Krieg." über den Verlust der Streitkultur.

23 Produktionen stehen zur Wahl

Am 22. Februar 2019 wird das "Hörspiel des Jahres" im Rahmen der "Ö1 Hörspiel-Gala" im RadioKulturhaus in Wien und im Literaturhaus Salzburg vorgestellt und am 23. Februar 2019 wird es in Ö1 gesendet.

Wendy Pferd Tod Mexiko. Ein Klangcomic

von Natascha Gangl, Maja Osojnik und Matija Schellander (R: die Autor/innen)
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Höllenkinder

von Gabriele Kögl (R: E. Weilenmann)
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Das Frauenunglück - Aberträume von Wesen und Welt

von Peter Pessl (R: R. Pittroff)
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radio: staub und zähne

von Sabine Scholl und Angélica Castelló (R: die Autorinnen)
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"Weil immer das Meer vor der Liebe ist". Elegie für und nach Hertha Kräftner

von Jürg Amann (B/R: S. Weber)
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Was Utopie ist. Elektro-philosophische Odyssee

von Silly Conductor und Dorothee Frank (R: die Autor/innen)
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In diesem Augenblick

von Alexander Stankovski und Xaver Bayer (R: A. Stankovski)
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Manifest 53 / Hymnen wider die Mittellage

von FALKNER (R: die Autorin)
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"Ich sage es hier auf Tonband, damit alle mich hören können." Erzählungen von Frauen

von Nadine Kegele (B/R: F. Dorau)
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Aus meinem Leben

von Dieter Sperl (R: der Autor)
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Das unbestechliche Muster der Ekstase

von Friederike Mayröcker (R: O. Brusatti)
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Die Kochastronautin

von Mariola Brillowska (R: die Autorin)
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Kaleidoskop der Elemente

von Patricia Brooks, Judith Nika Pfeifer und Jörg Piringer (R: die Autor/innen)
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Lexit

von Caroline Hofer (R: die Autorin)
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flanieren

von Petra Ganglbauer und Sophie Reyer (R: die Autorinnen)
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Der arme Spielmann

von Franz Grillparzer (B: B. Kettner / R: P. Kaizar)
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Aneurysma

von Stefan Weber (R: der Autor)
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Das Institut

von Lisa Spalt (R: R. Pittroff)
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Den Trailer können Sie demnächst nachhören.

The Who and the What

von Ayad Akhtar (B/R: A. Jungwirth)
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Mäanderungen - Akustische Vermessungen der Stadt

von Nayarí Castillo, Reni Hofmüller, Miriam Raggam, Hanns Holger Rutz (R: die Autor/innen)
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Böse Samen

von Martin G. Wanko (R: der Autor)
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Schande. Blut. Krieg.

von Egon A. Prantl (R: M. Sailer)
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Märzengrund

von Felix Mitterer (B/R: M. Sailer)
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Gestaltung