Internationale HIV/Aids-Konferenz in Wien gestartet

Geschätzte 25.000 Expert/innen, Mediziner/innen, Vertreter/innen von Hilfsorganisationen sind zur internationale HIV/Aids-Konferenz in Wien angereist. Die Themen sind vielfältig, das Hauptaugenmerk liegt auf Osteuropa und Zentralasien.

Die internationale HIV/Aids-Konferenz legt den Fokus auf Ost-Europa und Zentralasien - denn dort steige die Zahl der Infizierten kontinuierlich an und sie steige in diesen beiden Regionen dramatisch an; sagt Brigitte Schmied, Leiterin der Aids/HIV-Ambulanz am Otto-Wagner-Spital in Wien und lokale Präsidentin der Aids-Konferenz in Wien.

"Die Gründe sind natürlich multifaktoriell, zum Einem sind 57 Prozent der HIV infizierten Menschen in diesen Regionen durch intravenösen Drogenkonsum infiziert worden. Hinzu kommt, dass man einen Umschwung der Epidemie aus der Gruppe der Drogen gebrauchenden Personen beobachten kann. Weitere Punkte sind natürlich, dass der Zugang zur retroviralen Therapie extrem limitiert ist, es sind zwar Erfolge erzielt worden in den letzten Jahren, nichts desto trotz ist der Zugang nur in 23 Prozent gegeben. Ein weiterer Punkt ist, das Strategien und Programme wie zum Beispiel Nadel und Spritzentauschprogramme oder auch Opeoid-Substitutionstherapie teilweise in manchen Ländern überhaupt nicht zur Verfügung stehen", meint Brigitte Schmied.

Abgesehen vom regionalen Fokus lautet das Motto der Konferenz "Rights here, right now" - gemeint sind Menschenrechte - vom Menschenrecht auf Gesundheit (Zugang zu Medikamenten) bis zur Nicht-Diskriminierung aufgrund einer Erkrankung oder aufgrund ihrer Sexualität.

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